Bildung : Kritik an geplanter Schulleiter-Entlastung

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Der Plan von Bildungsministerin Birgit Hesse, Leitungsstunden von Schulleitern in Stunden für Verwaltungspersonal umzuwandeln, hat für Kritik gesorgt.

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07. November 2017, 05:00 Uhr

Der Plan von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD), Leitungsstunden von Schulleitern in Stunden für Verwaltungspersonal umzuwandeln, hat für Kritik aus Linksfraktion und Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gesorgt. Die Schulleiter würden in Wirklichkeit nicht entlastet, da sie stattdessen unterrichten sollen, erklärte Simone Oldenburg, bildungspolitische Sprecherin der Linken am Montag. „Dieser Vorschlag ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.“ Auch die GEW sieht den Vorstoß skeptisch: „Aus unserer Sicht führt das nicht zu mehr Zeit für Leitungstätigkeiten“, sagte eine Sprecherin. Allerdings liege der Plan der GEW noch nicht vollständig vor.

Hesse hatte am Freitag erklärt, dass Schulleiter ab kommendem Schuljahr von Verwaltungstätigkeiten entlastet werden sollen. Dazu soll es möglich werden, für die Verwaltung vorgesehene Stunden der Leitung in Beschäftigungsverhältnisse für Verwaltungspersonal umzuwandeln. Dadurch solle mehr Zeit für die eigentlichen Leitungsaufgaben bleiben. Der Änderung muss der Landtag noch zustimmen. Oldenburg fordert stattdessen zwei zusätzliche Anrechnungsstunden für Schulleiter. Das Ministerium war am Montagvormittag für Nachfragen zunächst nicht zu erreichen.

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