Universitätsmedizin : Krieg gefährdet Rostocker Hilfe in Kamerun

Emil Reisinger, Dekan der Universitätsmedizin
Emil Reisinger, Dekan der Universitätsmedizin

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12. März 2019, 18:47 Uhr

Die Rostocker Universitätsmedizin ist in Sorge um die Sicherheit ihrer Partnerkrankenhäuser in den kamerunischen Städten Limbe und Bamenda. „Unsere Arbeit in Kamerun wird zur Zeit durch den Bürgerkrieg erschwert“, sagte der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie, Emil Reisinger. Kürzlich sei eine Krankenschwester im Krankenhaus angeschossen worden, sie habe überlebt. „Trotz dieser Schwierigkeiten machen wir aus sozialer Verantwortung weiter“, sagte der Mediziner.

Die Partnerschaften bestehen seit 2008. Die bisherige Hilfe für Ausbildung und Sachmittel habe einen Umfang von 1,1 Millionen Euro.2017 sei die Zusammenarbeit auf das westafrikanische Guinea mit der Klinik in Kindia und dem Labor in Conakry ausgeweitet worden. Gerade jetzt sei die Unterstützung der Krankenhäuser ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Flucht- und Migrationsursachen, betonte Reisinger. Der Schwerpunkt liege auf der Versorgung von Patienten mit HIV und anderen Infektionen, der Organisation der Notaufnahme der Kliniken und die Arbeitsabläufe im Labor.

Kamerun war von 1884 bis 1919 deutsche Kolonie, nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Land von Frankreich und Großbritannien geteilt.

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