zur Navigation springen

Abwasserentsorgung auf See : Kreuzfahrtbranche will sauberer werden

vom

Tagungsteilnehmer an Bord der „Aidamar“ suchen nach Lösungen für die Abwasserentsorgung

Die Kreuzfahrt-Reedereien stellen sich auf schärfere Umweltbestimmungen für die Ostsee ein. Bei einer Tagung am Samstag in Rostock präsentierten Fachleute bereits bestehende Systeme zur Behandlung von Abwässern an Bord und debattierten mit etwa 25 Vertretern der Branche und von Verbänden über noch bevorstehende Änderungen. Zu dem Treffen an Bord der „AIDAmar“ hatte die Rostocker Reederei Aida Cruises gemeinsam mit dem Weltverband der Kreuzfahrtindustrie CLIA und der Rostocker Hafengesellschaft eingeladen.

Von 2019 an gelten für das Binnenmeer schrittweise neue Regeln für die Abwasserentsorgung der Passagierschiffe. Die Veränderungen gehen auf das „Helcom-Abkommen“ zurück, das bessere Entsorgungstechniken vorschreibt, um die Belastungen der Ostsee zu senken. Jahrelange Nährstoffeinträge vor allem durch ungeklärte Siedlungsabwässer und durch die Landwirtschaft haben dem Meeres-Ökosystem bereits stark zugesetzt.

Neugebaute Passagierschiffe müssen ihr Abwasser künftig entweder in speziellen Anlagen an Bord reinigen, bevor sie es ins Meer ablassen, oder es im Hafen entsorgen. Die Häfen sind verpflichtet, alle Abwässer anzunehmen, ohne Gebühren zu erheben. In Rostock-Warnemünde, wo jährlich weit mehr als 100 Mal Kreuzfahrtschiffe festmachen, besteht nach Angaben eines Sprechers bereits die Möglichkeit, Schiffsabwässer in die städtische Kanalisation zu leiten.

Wie ein Sprecher der Reederei sagte, sind die neueren Schiffe der Aida-Flotte mit modernen Abwasseranlagen ausgestattet. So gelange kein ungeklärtes Abwasser in die Ostsee. Um künftig alle vorgegebenen Grenzwerte einzuhalten, seien aber noch Veränderungen erforderlich.

Den Angaben zufolge führt etwa ein Viertel der Aida-Touren durch Nord- und Ostsee. In der Ostsee seien regelmäßig zwei Schiffe unterwegs.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Mai.2016 | 20:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen