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30% soll die Stadt Parchim und 70% soll der Landkreis tragen : Kreistag: Theater in Parchim scheint gerettet

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Einstimmig befürwortete der Kreistag, das Parchimer Theater in der Blutstraße zu sanieren. Damit legte er sich auf die gleiche Position fest, die am Tag zuvor auch vom Parchimer Stadtparlament beschlossen worden war.

Parchim | Einstimmig befürwortete der Kreistag, das Parchimer Theater in der Blutstraße zu sanieren. Damit legte er sich auf die gleiche Position fest, die am Tag zuvor auch vom Parchimer Stadtparlament beschlossen worden war. Allerdings fixierte der Kreistag den Kostenrahmen für die Sanierung ausdrücklich auf maximal sieben Millionen Euro. Damit folgte er dem "Zweckverband Mecklenburgisches Landestheater", der sich als Grundstückseigentümer für eine Sanierung am jetzigen Standort ausgesprochen hatte. Zugleich wurde das als "Sanierungskonzept" vorgelegte Schriftstück des Zweckverbands in eine "Baufachliche Stellungnahme mit Kostenschätzung" umbenannt. Die Sanierungskosten sollen zu 30 Prozent von der Stadt Parchim und zu 70 Prozent vom Landkreis getragen werden.

FDP-Fraktionsvorsitzender Frank Haase distanzierte sich von anders lautenden Äußerungen seines Kreisverbands: "Wir stehen zu unserem Wort." Jörgen Fuchs (Grüne) kritisierte es als unklug, diesen Beschluss erst auf der mutmaßlich letzten Sitzung des Kreistags vor der Gebietsreform zu fassen und damit den Nachbarkreis Ludwigslust zu düpieren. Kreisdirektor Andreas Neumann als Zweckverbandssprecher räumte ein, nicht lange genug gewartet zu haben, um noch Ludwigslust als Finanzier mit ins Boot zu holen: "Eine weitere zeitliche Zurückstellung ist nicht sinnvoll, da aus baulicher Sicht jederzeit eine Gefährdung des Spielbetriebs entstehen kann - siehe das Beispiel Volkstheater Rostock." Neumann kündigte an, dass der Zweckverband eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in Auftrag geben werde. Darin soll eine konventionelle Kreditaufnahme mit der Variante verglichen werden, die Sanierung des Theaters im Rahmen eines öffentlich-privaten Partnerschaftsmodells zu finanzieren.

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erstellt am 24.Jun.2011 | 05:39 Uhr

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