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Flughafen Rostock-Laage : Kreis fordert: Land soll sich beteiligen

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Das Land MV wird aufgefordert, sich als Gesellschafter bei der Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH zu beteiligen. Mit dem Beschluss des Kreistages soll der Landkreis finanziell entlastet werden.

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erstellt am 22.Feb.2013 | 11:05 Uhr

Güstrow | Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird aufgefordert, sich als Gesellschafter bei der Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH zu beteiligen. Das beschlossen die Mitglieder des Kreistages auf ihrer Sitzung am Mittwoch. Ziel ist es den Landkreis somit finanziell zu entlasten.

Für Hans-Georg Schörner ist "die Zeit gekommen sich nach vagen Äußerungen nun deutlich zu bekennen". Das könne des Land nur, indem es auch Gesellschafter der Flughafen-GmbH wird. Im Koalitionsvertrag, darauf machte der SPD-Fraktionsvorsitzende aufmerksam, hätten SPD und CDU im Land vereinbart die Entwicklung des Flughafens Rostock-Laage zu einem Landesflughafen zu prüfen. Diese Prüfung, so denkt Schörner, sollte inzwischen abgeschlossen sein.

Der Kreistag sieht das Land in der Pflicht gemeinsam mit den Gesellschaftern (Rostock, Landkreis Rostock und Laage) die Zukunft des Flughafens zu bestimmen. Peter Stein (CDU) betonte die Bedeutung des Flughafens als Wirtschaftsfaktor im Land. "Jeder Verkehr kostet öffentliches Geld, egal ob Straße, Schiene oder eben der Luftverkehr", betonte Stein. Stellvertretend für seinen Fraktionskollegen Helmut Precht, der seit Jahren unermüdlich darum kämpft, dass Rostock-Laage zum Landesflughafen wird, am Mittwoch aber nicht anwesend war, betonte Jürgen Dettmann (Freie Wähler) die Verantwortung des Landes.

Angesichts eines erheblichen Konsolidierungsbedarfes des Landkreises erübrigte sich jede weitere Diskussion, hatten die Kreistagsmitglieder doch zuvor vom stellvertretenden Landrat Wolfgang Kraatz gehört, dass im ersten Entwurf der Haushaltsplanung 2013 im Ergebnishaushalt 5,3 Millionen Euro fehlen. Erträgen von 252 Millionen Euro würden Aufwendungen in Höhe von 257 Millionen Euro gegenüber stehen.

Der Landkreis Rostock gleicht als Gesellschafter der Flughafen GmbH jährlich Verluste in Höhe von rund 600 000 Euro aus.

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