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Risikofaktoren : Krebsrisiko in MV steigt um 19 Prozent

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Bevölkerung altert und wird dicker

von
erstellt am 04.Aug.2014 | 07:45 Uhr

Die Gefahr für Mecklenburger und Vorpommern, an Krebs zu erkranken, steigt. Nach neuesten Auswertungen der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (Gekid) erhöhte sich die Zahl der Neuerkrankungen im nordöstlichen Bundesland von 2001 bis 2011 um 19 Prozent.

So erkrankten 2011 im Nordosten 5765 Männer und 4626 Frauen an bösartigen Tumoren. Im Jahr 2001 waren es 4631 Männer und 4078 Frauen, die von der heimtückischen Krankheit befallen wurden.

Als einen Hauptfaktor für die Entwicklung werden demografische Veränderungen genannt: Gibt es im Land mehr Ältere in der Bevölkerung, sind Krebserkrankungen häufiger. Auch Übergewicht gilt als Risikofaktor. „Fettgewebe bildet Stoffe, die die Zellteilung beeinflussen und Auslöser für einige Krebsarten sein könnten“, sagt Dr. Stefanie Seltmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Besorgniserregend für die Mediziner ist vor allem das hohe Krebsrisiko bei Männern in Mecklenburg-Vorpommern. Bei ihnen wurde sogar ein Anstieg der Erkrankungen zwischen 2001 und 2011 von 24,4 Prozent registriert. Deutlich öfter als noch vor Jahren sind die Organe Leber und Bauchspeicheldrüse befallen. Weniger häufig wird inzwischen bei Männern Darm- und auch Magenkrebs diagnostiziert, was unter anderem auf die verbesserten Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchungen und der Frühdiagnostik zurückgeführt wird. Moderater fiel der Anstieg der Krebserkrankungen zwischen 2001 und 2011 mit zehn Prozent bei Frauen aus. Bei Brustkrebs als häufigster Form war in den zehn Jahren eine leichte Zunahme zu verzeichnen. Beim Auftreten von bösartigen Tumoren im Darm sanken dagegen die Fallzahlen.

Im bundesweiten Vergleich ist die Gefahr, an Krebs zu erkranken, für Männer in Mecklenburg-Vorpommern am drittgrößten. Größer ist das Risiko nur noch in Sachsen-Anhalt und im Saarland. Bei Frauen im Nordosten ist die Krebsrate dagegen niedriger als der Bundesdurchschnitt.

 

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