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Beste Schülerzeitungen des Landes ausgezeichnet : Kreativer und kritischer Nachwuchs

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Interessante Texte und ein gutes Layout: Gestern wurden in Neubrandenburg die Gewinner des landesweiten Schülerzeitungswettbewerbes vom Jugendmedienverband MV (JMMV) und vom Bildungsministerium geehrt.

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erstellt am 09.Apr.2013 | 10:28 Uhr

Neubrandenburg | Schnell von einem Termin zum nächsten eilen und dann in die Redaktion und einen brandaktuellen Artikel schreiben - so stellt sich jeder den Alltag eines Journalisten vor.

Bei den jungen Zeitungsmachern sieht der Redaktionsalltag etwas anders aus. "Wir planen unsere Schülerzeitung lange im Voraus, damit die Themen auch gut recherchiert sind", erklärte die 15-jährige Lena Lukow vom "Stichling" des Friderico-Francisceum Gym nasiums Bad Doberan.

Gestern wurden in Neubrandenburg die Gewinner des landesweiten Schülerzeitungswettbewerbes, den auch unsere Zeitung seit Jahren unterstützt, vom Jugendmedienverband MV (JMMV) und vom Bildungsministerium geehrt. An diesem Tag ging es aber nicht nur um die Sieger, sondern vielmehr um einen Austausch unter den jungen Zeitungsmachern. "Wir wollen, dass sich die jungen Menschen verbessern und deswegen haben wir Thementische angeboten, an denen sie diskutieren können", erklärte Organisator Tino Höfert. Aber schon jetzt sei zu merken, dass die jungen Menschen sehr kritisch und kreativ an Sachverhalte herangehen. Der "Stichling" belegte unter den Gymnasien den ersten Platz. Die Schüler arbeiten dort ohne Lehrerunterstützung. "Es macht wirklich Spaß, seine eigene Seite zu bauen und die dann gedruckt zu sehen", sagte der 15-jährige Hannes Scharen.

Die Zeitung "Scorpion" von der Werkstattschule belegte den zweiten Rang und die "Toaster" von der CJD Christophorusschule den dritten, beide aus Rostock. Bei den Regionalschulen belegte in diesem Jahr die "Knuutsch" von der Werner-von-Siemens-Schule Schwerin Platz eins, da sie "eine Art Interessenvertretung der Schüler ist", erklärte Peter Kranz-Glatigny vom Landesmarketing. "Es ist toll, kreativ zu sein und auch mal kritisch über etwas zu schreiben", sagte Redakteurin Franziska Lange. Die zweitbeste Schülerzeitung bei den regionalen Schulen ist die "Claro" von der Lindenschule Lübtheen, gefolgt von der "Gingster Welle" von der Regionalen Schule Gingst.

Das Blatt "Kids Blitz" von der Grundschule West Parchim belegte den ersten Platz bei den Kleinsten. "Ein solcher Wettbewerb ist für die Kinder ein guter Anreiz, um bei der Sache zu bleiben", sagte Lehrerin Claudia Hanack. Neben dem Sieg unter den Grundschulen wurde die zehnjährige Sudabe Ayobi mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. In "Reise in ein fernes Land" behandelt die Zehnjährige das Leben in ihrer Heimat Afghanistan. "Es machte mich zwar traurig, den Text zu schreiben, aber es war gut, das aufzuschreiben", erklärte die Zehnjährige. Und genau dafür soll eine Schülerzeitung auch sein, so Hanack. "Fritzes’s Schulbote" von der Fritz-Reuter-Schule Ludwigslust belegte den zweiten Platz und die "Kalli" von der Karl-Krull-Grundschule Greifswald den Dritten.

Unter den Förderschulen gab es zwei erste Plätze: die "Blind Date" von der Landesschule Blinde und Sehbehinderte Neukloster und die "Kunterbunte Schülerpost" von der Warnowschule Rostock. "Der Austausch mit anderen Zeitungen tut besonders uns gut, wir haben sonst nicht die Möglichkeit mit anderen Ideen zu sammeln, da wir die einzige Sehbehinderte- und Blindenschule sind", erklärte Lehrerin Silke Hein von "Blind Date". "Das bunte Jahr" von der Schule Ferdinandshof war die zweitbeste Zeitung einer Förderschule.

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