zur Navigation springen

Prozess : Krankenstation an Totgeburt schuldlos

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landgericht weist Klage auf Schmerzensgeld für Asylbewerberin ab

Eine ehemalige Asylbewerberin ist mit ihrer Klage gegen das Land Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit einer Totgeburt gescheitert. Das Landgericht Schwerin wies am gestrigen Donnerstag die Klage auf Zahlung eines Schmerzensgeldes von 10 000 Euro ab.   Die Frau hatte sich im Mai 2010 hochschwanger in der Krankenstation des Erstaufnahmeheims Horst bei Boizenburg gemeldet, weil sie Fruchtwasser verloren hatte. Sie hat nach ihrer Darstellung von den Krankenschwestern keine Hilfe erhalten.

Eine Krankenschwester sagte dagegen als Zeugin vor Gericht, sie habe angeboten, einen Arzt zu holen. Am nächsten Tag sei die Frau bereits nach Jürgenstorf (Mecklenburgische Seenplatte) verlegt worden. Dort wurde schließlich ein Notarzt gerufen. Nach vierstündiger Busfahrt brachte die Frau das Kind tot zur Welt. Laut Gutachter war es ohne Fruchtwasser erstickt.

Das Gericht kam nach der Beweisaufnahme nicht zu der Überzeugung, dass die beteiligten Landesbediensteten – die Krankenschwestern – pflichtwidrig handelten, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Klägerin kann gegen das Urteil in Berufung gehen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen