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Stress lass nach : Krank gearbeitet - Betriebe steuern gegen

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Gesunde Lebensmittel in der Kantine, Massagen in der Pause, regelmäßige Gesundheitschecks: Immer mehr Firmen nehmen sich der Gesundheit ihrer Mitarbeiter an. Sie werden auch durch Krankenkassen unterstützt.

svz.de von
erstellt am 23.Apr.2013 | 07:20 Uhr

Stuttgart/Schwerin | Gesunde Lebensmittel in der Kantine, Massagen in der Pause, regelmäßige Gesundheitschecks: Immer mehr Firmen in Deutschland nehmen sich der Gesundheit ihrer Mitarbeiter an. Zu diesem Ergebnis kommt das "Corporate Health Jahrbuch", das gestern in Stuttgart vorgestellt wurde.

Die Unternehmen haben auch allen Grund dazu: Einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge kommt jeder Vierte im Beruf immer öfter an die Grenzen seiner Belastbarkeit.

In Mecklenburg-Vorpommern erhebt bislang allerdings nicht einmal jede fünfte Firma (19,2 Prozent), welchen - auch psychischen - Gefährdungen ihre Beschäftigten am Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Zu diesem Ergebnis kam jüngst die DAK Gesundheit, die einen direkten Zusammenhang mit dem überdurchschnittlichen hohen Krankenstand im Nordosten (4,6 Prozent) sieht. Dennoch unterstützt die Kasse eine zunehmende Zahl von Unternehmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Auch die AOK Nordost, die größte Krankenkasse in der Region, engagiert sich auf diesem Gebiet. Jährlich investiert sie mehr als eine Million Euro in BGM, so Sprecher Markus Juhls. 2012 wurden mehr als 600 Maßnahmen in 350 Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin gefördert. Die Stadtverwaltung Hagenow gehörte ebenso dazu wie die Anker Sozialarbeit gGmbh in Schwerin. "Jeder investierte Euro macht sich drei- bis fünffach bezahlt", so Juhls. Mit BGM könnten die Firmen zwar keine Erkältungen fernhalten, es helfe aber, den Gesundheitszustand der Beschäftigten zu verbessern und letztlich Krankenstände zu senken. Wichtig sei, sowohl die Verhältnisse an den einzelnen Arbeitsplätzen als auch das individuelle Verhaltens der Beschäftigten bei der Arbeit in den Blick zu nehmen, betont Juhls und nennt Beispiele: Ein Gehirntraining verbessert nicht nur die Leistungsfähigkeit, es macht zugleich auch weniger anfällig gegen Stress machen. Fitnesstests können darüber Auskunft geben, ob Rückenschmerzen durch die Arbeitsplatzgestaltung oder aber durch die körperliche Konstitution des Beschäftigten verursacht werden.

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