Immobilien in MV : Kostspielig: Besitz in guten Lagen

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Eigentum an der Küste ist teuer – ein Schnäppchen sind hingegen Immobilien auf dem flachen Land

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26. August 2016, 08:00 Uhr

Die Nachfrage nach Wohnraum in Rostock, Schwerin und den attraktiven Städten entlang der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns ist ungebrochen. Durchschnittlich seien 2015 die Preise für Baugrundstücke im Schnitt um acht, für Einfamilienhäuser um bis zu sieben und für Eigentumswohnungen um drei Prozent gestiegen, sagte der Vize-Vorsitzende des Immobilienverbands Deutschland Nord, Tom Hübner, gestern in Rostock.

In Rostock, wo zahlreiche Firmenansiedlungen den Druck auf den Immobilien- und Wohnungsmarkt konstant hoch halten, sei das Niveau schon heute sehr hoch. Trotzdem hätten die Preise bei Einfamilienhäusern mit einfachem oder mittlerem Wohnwert binnen Jahresfrist noch einmal um rund 15 Prozent angezogen, bei sehr gutem Wohnwert sei dagegen keine Veränderung mehr zu verzeichnen. Hier sei vielfach das obere Level erreicht, betonte Hübner. Bei vielen Investitionen gelte das Motto „Haben in guten Lagen“. In Schwerin dagegen, wo das gesamte Preisniveau noch weit unter dem in Rostock liege, seien in allen Kategorien noch Steigerungen zu beobachten.

Diese Entwicklung gebe es auch bei den Nettokaltmieten: Während in Schwerin die Mietpreise bei gutem Wohnwert innerhalb eines Jahres um rund 3,5 Prozent gestiegen seien, seien sie in Rostock weitgehend unverändert – jedoch auf weit höherem Niveau.

Allerdings stelle sich der gesamte Immobilienmarkt im Nordosten sehr heterogen dar. In der Fläche seien auf niedrigerem Niveau stabile, mancherorts auch rückläufige Preise zu beobachten. Im Hinterland sowie in den kleinen Städten abseits des Tourismus gebe es einen Nachfrageüberhang. Da unterscheide sich Mecklenburg-Vorpommern nicht von anderen deutschen Regionen, hieß es. Die Immobilienbranche gehe davon aus, dass sich an diesem Gesamtbild des Marktes in den kommenden Jahren wenig ändern werde.

2015 seien landesweit Immobilien im Wert von 3,4 Milliarden Euro gehandelt worden, der höchste Wert seit 1996. Es bestehe allerdings kein Grund, vor einer Immobilienblase Angst zu haben, versicherte Hübner. So seien die Finanzierungskonzepte sehr konservativ ausgerichtet, es gebe einen relativ geringen Anteil an Fremdkapital. Banken finanzierten nur mit einem ausreichend hohen Anteil an Eigenkapital.

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