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Mecklenburg-Vorpommern

25. September 2017 | 04:28 Uhr

Boizenburg : Kostbares Nass mit guten Werten

vom

Weil sich Bakterien in unzulässiger Konzentration befanden, müssen mehrere tausend Einwohner in MV ihr Trinkwasser abkochen. Können wir Wasser überhaupt bedenkenlos trinken?

svz.de von
erstellt am 10.Nov.2011 | 07:17 Uhr

Boizenburg | Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, aber zugleich auch empfindlich gegen Verunreinigungen. Das ist vor allem auch im Nordosten spürbar. Weil sich dort Bakterien in unzulässiger Konzentration befanden, müssen mehrere tausend Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern ihr Trinkwasser abkochen. Innerhalb weniger Wochen sind sechs solcher Fälle im Land nachgewiesen worden. Ähnliches schließt Joachim Schöttler für Boizenburg und Umgebung aus. Dietmar Kreiß sprach mit dem Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Elbe GmbH.

Würden Sie das Leitungswasser trinken, ohne es vorher abzukochen?

Schöttler: Bedenkenlos, so wir der Lieferant waren. Unser Trinkwasser ist gut, da wir als Wasserversorger bereits eine Fülle an Hygiene-Maßnahmen verbeugend gegen die Verbreitung und Vermehrung von Mikroorganismen unternehmen, um die Qualität unseres kostbaren Nasses weiterhin so optimal wie möglich zu halten.

Woher beziehen die Versorgungsbetriebe das Trinkwasser?

Derzeit aus drei bis zu 140 Meter tiefen Brunnen. Regelmäßig durchgeführte Untersuchungen in der Probeentnahmestelle in unserem Wasserwerk bestätigen einwandfreie Werte in 95 Parametern. Dabei geht es zum Beispiel um den ph-Wert, den Sauerstoffgehalt, um die Härte, Kalk sowie selbstverständlich um Bakterien. Als zusätzliche Sicherheit führen wir übrigens stichprobenartig auch bei den rund 4000 Hausanschlüssen unserer Kunden in Boizenburg und Umgebung regelmäßig einmal im Monat Untersuchungen durch.

Was sagen Sie jenen Familien, die etwa auf der Siedlung über zu viel Kalk in ihrem Wasser klagen?

Ja, unser Wasser ist relativ hart. Der Kalk schädigt möglicherweise Waschmaschinen und andere elektrische Geräte, aber keineswegs unsere Gesundheit. Bezüglich der Knochen ist er eher förderlich.

Also gibt es keine Probleme?

Wir haben überschaubare Leitungen, in denen das Wasser fließt. Außerdem investierten wir in den letzten zehn Jahren gezielt in das Wassernetz und die -aufbereitungsanlage, in das Wasserwerk und die Verteilerstation. Nach und nach verringern wir im Zuge städtischer Baumaßnahmen den Durchmesser unserer Rohre von 30 auf 15 Zentimeter und erneuern dabei auch gleich die Hausanschlüsse.

Rechnen Sie für 2011 mit einem guten Geschäft beim Trinkwasser?

Es war schon besser, als bei dem verregneten Sommer. Liefern wir sonst im Jahr etwa 600 000 Kubikmeter, werden es Ende 2011 geschätzte 70 000 weniger sein.

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