Debatte um Kopftücher : „Kopftuch tut keinem weh“

Normalerweise sind Kopftuchträgerinnen in Fitnessstudios kein Problem.
Normalerweise sind Kopftuchträgerinnen in Fitnessstudios kein Problem.

So reagieren unsere Leser: Verbot im Schweriner Fitnessstudio sorgt für Diskussionen.

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16. März 2018, 21:00 Uhr

Der Fall in einem Schweriner Fitnessstudio, wo einer jungen Frau mit Kopftuch das Probetraining verweigert worden ist (SVZ berichtete), sorgte im Netz, sowohl bei Facebook als auch auf svz.de, für Diskussionen. Viele unserer Leser beschäftigte vor allem der Sicherheitsaspekt als genannter Grund für die Zurückweisung. Die Geschäftsführung hatte auf Nachfrage glaubhaft versichert, dass sie niemanden wegen seiner Religion diskriminiere.

Klaus Nachtigallchen versteht das Problem nicht, „wenn eine Frau meint, Kopftuch tragen zu müssen. Die angeführten Sicherheitsbedenken scheinen nur herbeigeredet zu sein, da andere Studios damit ja anscheinend überhaupt keine Probleme haben.“ Selbst die vage Möglichkeit einer Überhitzung durch das Tragen des Kopftuchs sei doch unsinnig, Sportstudios gebe es zahlreiche, auch in wärmeren Ländern und dort fallen die Damen auch nicht um wie die Fliegen (...), schreibt er auf svz.de.

Aliya El Aaraik findet den Aspekt der Sicherheit „total an den Haaren herbei gezogen“, schreibt sie auf unserer Facebook-Seite. „Es gibt mittlerweile einen namhaften Hersteller der extra eines für Sport herstellt. Außerdem auch einige Spitzensportlerinnen, die ebenfalls Kopftuch tragen.“

Günter Holotta ist der Meinung, „man soll Sicherheitsvorschriften nicht mit religiösen vermischen oder sogar aushebeln.“ Er fragt sich: „Wer haftet, wenn wirklich etwas passiert? Oder gleiches Recht für alle, jeder kann tun, was er will, dafür keine Haftung des Studios.“

„(...) Jeder wie er mag. Das Kopftuch tut keinem weh“, meint Anne Mo.

Dennis Meyer hingegen stellt sich auf die Seite des Betreibers: „Sein Studio, seine Regeln! Wer sich nicht anpasst oder anpassen will, kann gehen. Das ist überall so, dafür unterschreibt man einen Vertrag!“

Mit der Überschrift „Moral gegen Vernunft“ meldete sich gestern Andreas Kartzke-Peters aus Schwerin per Leserbrief. „(...) Bei einem Abstrahlungsanteil von 10 bis 30 Prozent an Wärme über den Kopf besteht ausreichend Grund, diese Kopftücher zu verweigern und somit Hitzestaus zu vermeiden. Die Betreiber dieser Studios sind verpflichtet, ihre Kunden vor Verletzungen zu schützen, sie zu beraten und Regeln sowie Gesetze durchzusetzen. Der moralische Ausdruck dieses Artikels im Schwerpunkt erfüllt alle Ressentiments zur links-grünen Presse“, schreibt er.

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