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Mecklenburg-Vorpommern

20. September 2017 | 14:40 Uhr

Kooperation in der Prignitz gefordert

vom

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erstellt am 23.Mär.2011 | 07:04 Uhr

Potsdam/Prignitz | Die regionalen Wachstumskerne (RWK) Brandenburgs sollen stärker als bisher mit Umlandgemeinden zusammenarbeiten, heißt es in einem Antrag der SPD und Links-Fraktion im Potsdamer Landtag. Davon, so bekräftigt Thomas Domres, Prignitzer Landtagsabgeordneter der Linken, könne gerade auch der Verein Autobahndreieck Wittstock/Dosse profitieren.

Der hatte die jüngste Evaluierung der RWK kritisiert, in deren Ergebnis die bisherigen 15 RWK, darunter der RWK Prignitz, weiter Wachstumskerne geblieben sind und damit auch besonders gefördert werden. Die anderen Regionen wie das Autobahndreieck Wittstock hätten keine reelle Chance gehabt, weil nur Gemeindeverbünde mit mindestens 15 000 Einwohnern in die Untersuchung einbezogen worden seien, wie Vereins-Sprecher Mike Blechschmidt unter anderem anführte.

Domres räumt ein, dass der Zeitraum für die Evaluierung zu kurz gewesen sei, um bestimmte Entwicklungstendenzen nachzuweisen. "Das müssen wir selbstkritisch sagen. Aber das hat uns noch die vorherige Regierung eingebracht. Wir haben das Prozedere dann wenigstens dahingehend aufgebrochen, dass die Gemeindeverbünde mit aufgenommen wurden."

Um gerade die Enttäuschung vor Ort jetzt ein Stück weit abzumildern, sei der oben erwähnte Entschließungsantrag eingebracht worden. "Wir wollen damit Brücken bauen zwischen den Wachstumskernen und den Regionen, die diesen Status nicht haben, die Förderpolitik des Landes ein Stück weiterentwickeln."

Kritiker können dem entgegen halten, dass das den Nicht-Wachstumskernen aber kein zusätzliches Fördergeld beschert. Das lässt Domres so nicht gelten. Zum einen verweist er auf die Regionalbudgets der Wachstumskerne, aus denen "gemeinsame Aktivitäten finanziert werden können". Domres spricht dabei solche Aufgabenfelder wie die Fachkräftesicherung, den Technologie- und Wissenstransfer oder die Innovationsförderung an. Ebenso sieht der Landtagsabgeordnete Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich von Logistik oder Tourismus. Nicht vergessen werden dürfe, dass im zweiten Schritt der Evaluierung der Förderpolitik die Branchenkompetenzfelder im Blickpunkt stünden. "Und darüber wird auch das Autobahndreieck Wittstock gefördert", stellt Domres klar.

SPD und Linke wollen die RWK stärker in die Pflicht nehmen, ihrer Umlandfunktion nachzukommen. Eine Möglichkeit sehen die Antragsteller darin, die Förderung der RWK im Rahmen überarbeiteter Standortentwicklungskonzepte noch stärker auf Prioritäten zu konzentrieren und den Ausbau interregionaler Kooperationen und Projekte zur Voraussetzung für die weitere Unterstützung zu machen.

Wichtig sei es ebenso, für die Städte und Städteverbünde der Nicht-Wachstumskerne passende Unterstützungsbedarfe und -angebote herauszuarbeiten.


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