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Streckenangebot zurückgezogen : Konzern lässt Ola-Bahn hängen

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Die Zukunft der Privatbahn Ostseelandverkehr (OLA) bleibt unklar: Das zum Veolia-Konzern gehörende Unternehmen läuft Gefahr, den Betrieb der Nahverkehrstrecke Bützow-Ueckermünde quer durch MV zu verlieren.

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erstellt am 03.Aug.2012 | 03:22 Uhr

Die Zukunft der Privatbahn Ostseelandverkehr (OLA) in Mecklenburg-Vorpommern bleibt unklar: Das zum Veolia-Konzern gehörende Unternehmen, an dem auch die Nahverkehr Schwerin GmbH beteiligt ist, läuft Gefahr, den Betrieb der Nahverkehrstrecke Bützow-Ueckermünde quer durch MV zu verlieren. Die Ola darf sich nicht an der Ausschreibung seiner Hauptstrecke in MV beteiligen (wir berichteten). Wie die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gestern mitteilte, hatte die Pariser Konzernführung die Bewerbung für die Strecke Bützow-Ueckermünde quer durchs Land Mitte Juni zurückgezogen. Mit der Entscheidung zur Ostseelandverkehr GmbH werde ein florierendes Unternehmen faktisch vom Markt genommen, kritisierte EVG-Vorstand Reiner Bieck. Hintergrund sind laut EVG vermutlich die Verhandlungen zum Verkauf der Transportsparte von Veolia.

Die 180 betroffenen Mitarbeiter der OLA und angeschlossener Gesellschaften seien aufgerufen, gemeinsam mit Beschäftigten anderer Veolia-Unternehmen am 23. August vor der Pariser Konzernzentrale zu demonstrieren. EVG-Vorstand Bieck erklärte: „Wir fordern ein klares Bekenntnis von Veolia zum Engagement im Schienenverkehr in Deutschland“.

Bis heute herrsche Unklarheit, wie es mit der Strecke ab Dezember 2014 weitergehe. Veolia schwieg zu den Angaben. Veolia betreibt Bahnstrecken unter anderem in Nordrhein- Westfalen, Bayern und Sachsen-Anhalt, bundesweit beschäftigt das Unternehmen rund 4500 Menschen im Verkehrsbereich. In ganz Deutschland stehen nach Angaben der Gewerkschaft zahlreiche Ausschreibungen an, an denen Hunderte Arbeitsplätze hängen.

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