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Mecklenburg-Vorpommern

20. Oktober 2017 | 16:12 Uhr

Sicherheit : Kontrollen an Polen-Grenze

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polen führt für einen Monat stichprobenartige Grenzkontrollen ein. Betroffen sind auch die ehemaligen Grenzübergänge zu MV in Ahlbeck, Garz, Hintersee, Linken und Pomellen,

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2016 | 20:45 Uhr

Wer ab kommender Woche nach Polen möchte, sollte seinen Personalausweis dabei haben. Ab Montag führt das Nachbarland Kontrollen an der Grenze zu Deutschland ein. Betroffen sind auch die ehemaligen Grenzübergänge zu Mecklenburg-Vorpommern Ahlbeck, Garz, Hintersee, Linken und Pomellen, wie die Bundespolizei in Bad Bramstedt gegenüber unserer Redaktion bestätigte. Die Kontrollen sollen stichprobenartig erfolgen und voraussichtlich am 2. August beendet werden. Grund sind drei Großereignisse: Am kommenden Wochenende findet in Warschau der Nato-Gipfel unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Außerdem wird der Papst Ende Juli Polen besuchen, und Tausende werden zum Weltjugendtag in Krakau erwartet.

„Unsere Beamten werden Kontrollen an den früheren Grenzübergängen sowie in Zügen durchführen“, bestätigte die Sprecherin des polnischen Grenzschutzes, Agnieszka Golias, gestern. Dies bedeute zwar nicht, dass ständig kontrolliert werde. „Reisende müssen aber jederzeit an den Übergängen sowie in deren Nähe mit Kontrollen rechnen“, so Golias. Die Kontrollen werden so ähnlich wie bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 sein, die in Polen und der Ukraine stattfand. Damals wurden – auch mit Hilfe der Nachbarländer – als besonders gewaltbereit bekannte Hooligans schon an den Grenzen abgefangen. Auch diesmal tauscht man Informationen mit den Sicherheitsbehörden, zum Beispiel aus Deutschland, aus.

Polen gehört seit 2007 zum Schengen-Raum des freien Personenverkehrs. Bei Großereignissen oder in besonderen Situationen können Staaten ihre Grenzen dennoch kontrollieren. Deutschland und andere Länder haben davon wegen der Flüchtlingskrise Gebrauch gemacht.

Die Sprecherin des polnischen Grenzschutzes verweist auch darauf, dass die Grenze in dieser Zeit nur an offiziellen Übergängen passiert werden darf. „Wer dagegen verstößt, muss mit Strafen bis zu 500 Zloty (etwa 115 Euro) rechnen“, warnt Agnieszka Golias.

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