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Knöllchenärger bei Großveranstaltungen : Kongresshalle Schwerin: Parkhaus statt Platznot?

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Andrea Berg, Pferde-Show, Alpha Rave und Osterhammer - Großveranstaltungen in der Sport- und Kongresshalle ziehen tausende Besucher an - und Politessen. Ein Parkhaus könnte eine Lösung sein.

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erstellt am 31.Mär.2012 | 04:07 Uhr

Weststadt | Andrea Berg, Pferde-Show, Alpha Rave und Osterhammer - Großveranstaltungen in der Sport- und Kongresshalle ziehen tausende Besucher an - und Politessen. Hallengeschäftsführerin Petra Blunk glaubt: Ein Parkhaus könnte eine Lösung sein. Oder ist der Vorschlag für Schwerin überdimensioniert? Fakt ist: Falschparker und verkehrsstörend abgestellte Autos sind bei großem Besucherandrang in der Weststadt an der Tagesordnung. Das zeigen auch zahlreiche Beschwerden, die unsere Redaktion in regelmäßigen Abständen erreichen. Etwa 600 Parkplätze stehen rund um die Veranstaltungshalle zur Verfügung, wie Hallengeschäftsführerin Petra Blunk erklärt. "Rund 8000 Besucher passen in die Halle", sagt sie. Bei besucherträchtigen Veranstaltungen gäbe es regelmäßig zu wenig Stellplätze.

Das Problem ist seit Jahren bekannt und die Hallenchefin sucht unermüdlich nach einer Lösung. Nach mehreren Gesprächen waren sich Petra Blunk und die Stadtverwaltung einig, dass Politessen nur "lasch" kontrollieren und möglichst nur "störend abgestellte Fahrzeuge" mit Strafzetteln ahnden. Diese Absprache beseitigt allerdings nicht die vorhandene Platznot, die jetzt auch die Unabhängigen Bürger abschaffen wollen. Fraktionsvorsitzender Silvio Horn fordert den "Parksuchverkehr" durch Schildern zu verringern, das Falschparken einzudämmen und gezielt Parkflächen auszuschildern und anzubieten. "Verbote und Hinweisschilder auf ,park&ride-Möglichkeiten am Stadtrand stellen offensichtlich keine zufrieden stellende Lösung dar", sagt Horn.

Eine langfristige Lösung wäre in den Augen von Petra Blunk eine zweite Ebene auf dem Parkplatz neben der Kongresshalle. "Aber das kostet zu viel", sagt sie. Seit Jahren sucht sie nach einer praktikablen Alternative zur jetzigen Platznot. Gemeinsam mit dem Nahverkehr bietet sie so beim Alpha Rave oder dem Osterhammer ein Kombiticket an - die Eintrittskarte gilt gleichzeitig als Fahrschein für Bus und Bahn. "Leider wurde das in der Vergangenheit nicht richtig angenommen. Die Nutzerzahlen sind verschwindend gering." Auch der Parkplatz am Schlosspark-Center stand schon einmal für Besucher kostenlos zur Verfügung - "das Angebot ging ebenfalls an den Besuchern vorbei", so Petra Blunk. Auch Gespräche mit der Stadt brachten keine wirkungsvolle Lösung. "Der Vorschlag, am Obotritenring eine Fahrspur zu Parkplätzen umzuwidmen, würde etwa 40 Stellplätze schaffen", sagt Petra Blunk. Eine richtige Alternative sei das "irgendwie auch nicht". Aber die Chefin will hartnäckig bleiben und mit Polizei, Stadt und Veranstaltern in Sachen Parkplätzen im Gespräch bleiben.


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