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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 03:08 Uhr

Kommt der Mega-Parkplatz?

vom

svz.de von
erstellt am 15.Mär.2012 | 08:47 Uhr

Rostock | Mehr Kreuzfahrtschiffe, mehr Anläufe, mehr Passagierwechsel: Der Hafen Rostock-Warnemünde wird bei Reedereien und Urlaubern immer beliebter. Das Problem dabei: Viele Kreuzfahrer reisen mit dem Auto an - und müssen es für die Zeit ihres Urlaubs dann irgendwo stehen lassen. Doch in den schmalen Gassen des Ostseebads ist kaum Platz.

Der Rostocker Oliver Schubert möchte deshalb südlich der Werft einen Mega-Parkplatz für Kreuzfahrt-Touristen bauen. Auf 21 000 Quadratmetern im Maritimen Gewerbegebiet Groß Klein sollen bis zu 500 Stellplätze entstehen. Bauwert: zirka 800 000 Euro. "Wir wollen so eine Entlastung für Warnemünde schaffen", sagt der Geschäftsführer der Projekt 1218 GmbH, die unter dem Titel "Parken und Meer" bereits ähnliche Parkflächen in Schmarl und in Kiel anbietet. Für ihn ist klar: "Der Bedarf an solchen Flächen ist da und er wird auch noch weiter wachsen." Für das Grundstück, das er jetzt im Auge hat, hat er deshalb jetzt erst einmal eine Bauvoranfrage gestellt. Der Ortsbeirat Groß Klein und der Bauausschuss der Bürgerschaft haben ihr schon zugestimmt.

Auf Widerstand trifft Schubert mit seinem Vorhaben aber beim Grundstückseigentümer. Die Landesgrunderwerb Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LGE) möchte an dieser Stelle lieber produzierendes Gewerbe als einen Parkplatz sehen. Dem landeseigenen Betrieb gehören im Maritimen Gewerbegebiet Groß Klein insgesamt 3,5 Hektar. Die bereits erschlossene Fläche liegt an der Werftstraße, in der Nachbarschaft der Neptun-Werft und von Caterpillar. "Wir möchten das Grundstück gerne an jemanden verkaufen, der Investitionen und Arbeitsplätze in die Region bringt", sagt Georg Lembcke von der LGE. Das sei mit dem Wirtschaftsministerium, der Wirtschaftsförderung des Landes und Rostock Business abgestimmt. "Zuliefer-Betriebe für die maritime Industrie wären vorstellbar", sagt Lembcke. Nach Angaben der LGE gibt es für die Fläche eine Reihe von Anfragen. Eine Entscheidung gebe es noch nicht. Wenn die erst einmal gefallen sei, könne alles ganz schnell gehen, so Lembcke.

Für Oliver Schuberts Idee für einen Kreuzfahrt-Parkplatz wäre das Areal gut geeignet. "Wir brauchen Platz - und das möglichst nahe am Kreuzfahrtterminal", sagt der Unternehmer. Denn die Kreuzfahrtgäste sollen von ihrem geparkten Auto möglichst schnell und bequem mit einem Shuttle zum Schiff kommen. Die Projekt 2018 GmbH ist vor fünf Jahren mit dieser Geschäftsidee in Rostock gestartet. Die 5000 Quadratmeter in Schmarl werden bald nicht mehr ausreichen. Eine Ausweichmöglichkeit für Schubert könnte ein Stück weiter im Maritimen Gewerbegebiet liegen. Dort hat die Hansestadt Rostock zurzeit Flächen zum Verkauf ausgeschrieben - insgesamt zirka 50 000 Quadratmeter.

Ob auf dem LGE-Gelände oder anderswo - wenn die Planungen für den Mega-Parkplatz im Gewerbegebiet konkreter werden, hat der Ortsbeirat Groß Klein schon jetzt einen Wunsch. "Die Verkehrsanbindung müsste über das Nordkreuz gehen und nicht durch unser Wohngebiet", sagt der Vorsitzende Uwe Michaelis (SPD).


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