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„Soko Wismar“ : Kommissare ermitteln wegen Mordes im Hafen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Hafen der Hansestadt werden derzeit die neuen Folgen der beliebten ZDF-Serie „Soko Wismar“ gedreht.

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2014 | 11:50 Uhr

Großeinsatz der Polizei in Wismar: Beamte stürmen mit gezogenen Waffen die Artemis. Auf dem Viermaster, der im Hafen von Wismar festgemacht hat, vermuten sie einen gesuchten Verbrecher. Was klingt wie eine Szene aus einer Krimiserie, ist es auch. Im Hafen der Hansestadt werden derzeit die neuen Folgen der beliebten ZDF-Serie „Soko Wismar“ gedreht.

Mit dabei: Udo Kroschwald. Der 1955 in Sachsen geborene Schauspieler verkörpert seit der ersten Folge (Oktober 2004) den Polizeihauptkommissar und Leiter des Ermittlerteams Jan Reuter. An die Anfänge der Serie kann er sich noch gut erinnern, insbesondere an das Training mit einem Polizeibeamten. „Damit alles auch echt aussieht, wurde uns gezeigt, wie man jemanden festnimmt und Türen eintritt“, erzählt Kroschwald.

Kroschwald spielt gern den Kommissar. Er liebt seinen Beruf. Dabei war er nicht immer Schauspieler. In jungen Jahren studierte er Elektrotechnik, arbeitete als Eisenbahner. Polizist zu werden, kam für ihn nie in Frage. „Ich bin in einem sozialistischen Staat aufgewachsen. Polizisten hatten da nicht das beste Image“, erklärt er.

Auch für seine Schauspiel-Kollegin Claudia Schmutzler alias Kriminalhauptkommissarin Katrin Börensen war der Beruf der Polizistin nie eine Option. „Dafür bin ich viel zu emotional“, sagt die gebürtige Dresdnerin, die seit 2005 zum Soko-Team gehört.

Schmutzler ist fasziniert von Wismar und Mecklenburg-Vorpommern. „Unbebaute Landstriche, die Küste: So einen Charme gibt es nur hier“, sagt sie. Das sehen auch Fernseh- und Filmproduzenten so. Das Land ist als Drehort beliebt. „MV hat noch unverbrauchte Orte und die Menschen hier sind aufgeschlossen für Dreharbeiten“, so Antje Naß von der gemeinnützigen Gesellschaft Filmland MV. Hier gedreht wurden unter anderem Folgen für „Frauen, die Geschichte machten“ und „Polizeiruf 110“, aber auch Filme wie „Weiter als der Ozean“ oder „Das Blaue vom Himmel“.

Das Filmbüro Wismar, das die Kulturelle Filmförderung im Auftrag des Landes verwaltet, unterstützt Filmemacher jährlich mit 215 000 Euro. Mit dem Geld werden Produktionen gefördert, die in einem Bezug zu MV stehen. Das kann den Inhalt betreffen, die Drehorte oder den Wohnort des Antragstellers. Im Jahr 2013 wurden 19 Projekte gefördert, 2014 sind es bislang acht.

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