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Mecklenburg-Vorpommern

18. Dezember 2017 | 19:12 Uhr

Schwerin : Kokert will CDU-Chef werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erklärung zur Kandidatur heute auf der Vorstandssitzung

von
erstellt am 21.Jan.2017 | 07:30 Uhr

Seit drei Monaten sucht die CDU nach einem Nachfolger für den scheidenden Landesvorsitzenden Lorenz Caffier. Inzwischen scheint der Favorit für das Amt, Vincent Kokert, das Rennen zu machen. Für ihn sprachen sich mehrere Mitglieder des Parteivorstandes am Rande der gestrigen Vorstandssitzung aus. Kokert selbst erklärte auf der Sitzung, für den Posten kandidieren zu wollen, berichteten Vorstandsmitglieder am Abend gegenüber unserer Redaktion. Die Wahl soll auf einem Parteitag im April stattfinden.

Caffier hatte bereits im Oktober auf dem Parteitag in Wittenburg angekündigt, sein Amt im Frühjahr 2017 abgeben zu wollen. Mit ihm als Spitzenkandidat hatte die Union im September schmerzliche Stimmenverluste bei der Landtagswahl hinnehmen müssen und war drittstärkste Kraft hinter SPD und AfD geworden. Der 61-Jährige will sich künftig auf sein Innenministeramt konzentrieren.

Der 38-jährige Kokert, ist aktuell Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Generalsekretär des Landesverbandes. Er habe sich aus Rücksicht auf seine Familie nicht nach der neuen Aufgabe gedrängt, heißt es in Parteikreisen. Der Neustrelitzer ist Vater von vier Kindern. „Er ließ sich erweichen“, sagte ein Vorstandsmitglied.

Stralsunds CDU-Bürgermeister Alexander Badrow wurden ebenfalls Ambitionen auf den Vorsitz nachgesagt. Doch sogar im eigenen Kreisverband fehle ihm der nötige Rückhalt, hieß es. Kokert gilt innerhalb der Partei als Vermittler, der die verschiedenen Strömungen integrieren kann. Auch der Greifswalder Sascha Ott, Enfant terrible im rechten Parteiflügel der CDU, hatte sich mehrfach für Kokert als neuen Parteivorsitzenden ausgesprochen.

Den Posten des Generalsekretärs wird Vincent Kokert abgeben, den des Fraktionsvorsitzenden wohl nicht. Die Funktion des CDU-Generals soll aufgewertet werden, nach Vorstellung der Parteispitze sogar als bezahlte Vollzeitstelle. Das würde aber bedeuten, dass dem Verband Mehrkosten von mindestens 50   000 Euro entstehen. Das wäre nicht der Fall, wenn ein Landtagsabgeordneter den Posten übernimmt. „Das entscheidet aber der neue Vorsitzende“, so Caffier.

CDU bei Bundestagswahl vorn

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die CDU in Mecklenburg-Vorpommern einer Umfrage der „Ostsee-Zeitung“ zufolge mit einem deutlichen Vorsprung rechnen. Die Christdemokraten würden danach 34 Prozent der Stimmen erreichen, was allerdings ein Verlust von mehr als acht Prozent zur Wahl im Jahr 2013 bedeutete. Zweitstärkste Partei wäre die AfD mit 19 Prozent vor der SPD mit 18 Prozent. Die Linke käme auf 15, die Grünen auf 5 und die FDP auf 3 Prozent.

Ein anderes Bild ergab sich für die Landespolitik: Bei einer erneuten Landtagswahl am Sonntag läge die SPD mit 32 Prozent weit vorn, gefolgt von der CDU mit 21 und der AfD mit 18 Prozent. In der Umfrage kam die Linke auf 13 Prozent, Grüne und FDP jeweils auf 4 Prozent.

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