Infografik: Alles zur EM : König Fußball fordert volle Konzentration

Noch am Schweriner See, am Donnerstag im Stade de France:  Udo Hirsch aus Raben Steinfeld  hat ein Ticket für das EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Polen.

Noch am Schweriner See, am Donnerstag im Stade de France:  Udo Hirsch aus Raben Steinfeld  hat ein Ticket für das EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Polen.

51 Partien in 31 Tagen: So viele Spiele gab es noch nie bei einer EM – und während Deutschland auf Titeljagd geht, machen die Holländer schön Urlaub

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09. Juni 2016, 08:00 Uhr

Kennen sie Yevhen Khacheridi, Grzegorz Krychowiak oder Luke McCullough  ? Wenn nicht, dann ist das weder verwunderlich noch schlimm. Sie können diese Drei in Kürze aber kennen lernen. Vorausgesetzt, Sie mögen Fußball. Khacheridi, Krychowiak und McCullough mögen Fußball. So sehr sogar, dass sie diesen Sport als Beruf ausüben und Kraft ihres Talents, Ehrgeizes und Könnens sogar Nationalspieler geworden sind. Der eine schnürt seine Schuhe für die Ukraine, der andere für Polen und der dritte für Nordirland. Sie tun das, um Tore zu verhindern oder eben welche zu erzielen. Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller wollen das im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft auch machen. Sie können das gut. So gut, dass sie sich derzeit Weltmeister nennen dürfen. Aber nicht Europameister. Das ist seit acht Jahren eine Sache der Spanier. Die Iberer sind Europameisterschafts-Spezialisten. Tiki-Taka. Schnelles Kurzpassspiel mit Langzeitwirkung und zwei Titeln in Folge. Hola, höchste Zeit, dass sich was dreht.

Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Das sind 51 Partien in 31 Tagen. Morgen ist Anstoß für mehr als vier Wochen voller Treffer, Träume und Tränen. Für einen Monat voller Flanken, Fouls und Freistöße. Für einen Sommer für Fußball-Fans – und für ein Märchen  ? Die ersten Fähnchen hängen raus. Schwarz-Rot-Gold sind die Farben der Saison. In Wöbbelin bei Ludwigslust haben Fans ihr halbes Haus verhüllt. An den Straßenbahnen und Bussen in Schwerin wehen wieder die Fähnchen und in Plate bei Schwerin rücken sie in einer Pfarrscheune schon die Stühle fürs Public Viewing zurecht. Das Volk schaut zu, wenn König Fußball regiert und Kaiser Franz schwadroniert. Wenn Trainer Löw taktiert und Torhüter Neuer pariert. Manni allein zu Haus – das war einmal. Man trifft sich. Zumindest, wenn Deutschland spielt. Fußball wird gemeinsam geschaut. Auf großen Leinwänden an der Freilichtbühne in der Landeshauptstadt und an der Heringsdorfer Seebrücke. Ob Gartenlaube, Terrasse oder Wohnzimmer. Ob Garage, Kneipe oder Sportlerheim – das sind die Fußball-Plätze, an denen es jetzt wieder um das Wir-Gefühl und um die Wurst geht. Oder auch im Stadion. Live vor Ort, in Lens, Lille oder Lyon. Oder in Paris. Ein Ticket wäre gar nicht schlecht. So eins, wie es Udo Hirsch hat.

Von Raben Steinfeld nach Paris. Am nächsten Donnerstag will Udo Hirsch gemeinsam mit seinem Sohn im Stade de France sitzen. Gegengerade. Block D. Beste Sicht aufs Spielfeld, wenn Deutschland gegen Polen spielt. Die Tickets hat seine Schwiegertochter besorgt. Preis pro Karte: 150 Euro. „Europameister“, tippt der 63-Jährige, „wird Belgien“.

Alles rund um die EM gibt's in unserer Info-Grafik:

 

Die Europa-Meisterschaft – noch einmal schlafen, dann geht es los. Mit der Vorfreude ist es bei Marc Elshout aber so eine Sache. Elshout ist Holländer und sein Campingplatz in Flessenow ist auch immer voller Holländer. Sie machen Urlaub. Auch die holländischen Nationalspieler können sich gerade erholen. Nicht dabei, statt mittendrin. „Ich bin immer noch total enttäuscht, dass wir die Qualifikation verpasst haben“, sagt Elshout. Nach Frankreich will das Holland-Team wohl nicht so gerne. Bereits 1984 haben sie die Endrunde dort verpasst.

Island statt Holland, Albanien statt Dänemark. Die auf 24 Teams aufgeblähte EM gibt auch kleineren Teams die Chance, mal bei den Großen mitzuspielen. Die Chance, dass Albanien Europameister wird, hält sich aber in Grenzen. Wer einen Euro auf ihren Titelgewinn setzt, bekommt vom Buchmacher 300 zurück.

Kennen Sie Arlind Ajeti, Ermir Lenjani oder Armando Sadiku? Sie können diese Kicker kennen lernen. Vorausgesetzt, Sie schauen sich auch die EM-Spiele von Albanien an.

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