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Ausbildungsplätze : Köche und Kellner gesucht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ein Bewerber auf zehn Lehrstellen: In Mecklenburg-Vorpommern haben Berufseinsteiger die Qual der Wahl

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 20:16 Uhr

Handel und Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern suchen händeringend nach beruflichem Nachwuchs. Gut zwei Monate vor Schuljahresende fehlen landesweit noch knapp 2500 Bewerber, um die offenen Ausbildungsplätze in Hotelküchen und Restaurants, an Rezeptionen und an Ladentheken besetzen zu können. Jeder der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Interessenten für solche Berufe kann derzeit im Durchschnitt aus zehn Angeboten wählen.

Aktuell fehlten 514 Kochlehrlinge, 428 künftige Hotelfachleute und 415 Interessenten für eine Restaurantfachlehre, sagte die Chefin der Arbeitsagentur Nord, Margit Haupt-Koopmann. Wegen vergleichsweise schlechter Bezahlung sowie Arbeitszeiten an Wochenenden und nachts sind solche Berufe bei jungen Leuten weniger gefragt.

Nach Angaben Haupt-Koopmanns wurden im Nordosten bis Ende März insgesamt 9 107 betriebliche Lehrstellen gemeldet. Das sind nahezu exakt so viele wie vor einem Jahr. Noch unbesetzt sind davon 6 724 Ausbildungsplätze. Dem stehen allerdings nur 4 412 noch unversorgte Bewerber gegenüber. Somit kommen rechnerisch zwei Bewerber auf drei offene Stellen. In kaufmännischen oder medizinischen Berufen oder beim Kfz-Mechatroniker gibt es aber mehr Bewerber als Angebote.

„Denkt über Alternativen nach“, riet Haupt-Koopmann. Berufsberater seien dabei behilflich, neue Perspektiven in einem anderen der 350 Ausbildungsberufe zu entwickeln. Zusätzlichen Bedarf gebe es etwa in der Baubranche und der Metallverarbeitung.

Haupt-Koopmann rief die Unternehmen erneut auf, auch Jugendlichen mit schlechteren Voraussetzungen eine Ausbildung zu ermöglichen. Eine Brücke könne die Einstiegsqualifizierung sein. Bei dem Langzeitpraktikum zwischen sechs und zwölf Monaten zahle die Arbeitsagentur den Jugendlichen monatlich 216 Euro und übernehme die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers. „Es ist mit einer Übernahmequote in die Ausbildung von über 60 Prozent besonders erfolgreich“, sagte die Agenturchefin. 375 junge Menschen nutzten derzeit dieses Angebot, mehr seien aber möglich.

Die neusten Jobs im Norden gibt es Job-Norden.de.

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