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Trotz Konjunktur : Knapp 8000 Behinderte in MV auf Jobsuche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trotz guter Konjunktur und Arbeitskräftenachfrage bleibt es für Behinderte in Mecklenburg-Vorpommern schwer, einen Job zu finden. Wie das Statistische Amt gestern mitteilte, waren im Jahr 2013 im Durchschnitt 7900 Behinderte als erwerbslos gemeldet.

Ihr Anteil an den Arbeitslosen insgesamt habe bei 9,6 Prozent gelegen und damit deutlich höher als der Behindertenanteil an allen Erwerbspersonen im Land, der 6 Prozent betrug. Laut Statistikamt hatten 2013 im Nordosten rund 42 000 Menschen mit Behinderung einen Job. Vergleichszahlen zu Vorjahren lagen nicht vor.

Laut Statistikamt wies gut die Hälfte dieser Menschen einen Behinderungsgrad vom mehr als 50 Prozent auf und galt somit als schwerbehindert. Per Gesetz sind private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten verpflichtet, wenigstens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen.

Nach Angaben der Arbeitsagentur Nord sind in der Wirtschaft aber ein Drittel dieser Pflichtarbeitsplätze nicht besetzt. Diese Unternehmen ziehen es meist vor, Strafabgaben zu zahlen. Im öffentlichen Dienst beträgt der Anteil behinderter Mitarbeiter 7,2 Prozent, in der Wirtschaft 4 Prozent.

Das Landessozialamt beziffert in seinem jüngsten Jahresbericht die Zahl der Behinderten im Nordosten mit insgesamt 331 000. Etwa 213 000 davon wurden als schwerbehindert eingestuft, viele davon Rentner.

  

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