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Umgestaltung Meeresmuseum Stralsund : Kloster mit Aquariumlift

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Sanierung und Neugestaltung des Meeresmuseums in Stralsund stößt auf großes Interesse.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Die seit Jahren geplante Sanierung und Neugestaltung des Meeresmuseums in Stralsund rückt in greifbare Nähe. Das Deutsche Meeresmuseum hat in einer europaweiten Ausschreibung 92 Bewerbungen von Architekturbüros erhalten. Die Bewerber kommen aus Deutschland, aus London, Paris, Wien, Barcelona und der Schweiz, wie der Kaufmännische Direktor, Andreas Tanschus, sagte. Mit der Resonanz auf die Ausschreibung, die am Montag zu Ende ging, sei er sehr zufrieden.

In den kommenden Tagen sollen aus dem Bewerberpool per Losverfahren elf Büros ausgewählt werden, die zusammen mit vier bereits gesetzten Architekturbüros in den eigentlichen Wettbewerb um die Gestaltung des Meeresmuseums gehen. Mit dem Losverfahren soll jungen Büros die Chance eröffnet werden, neben renommierten Architekten am Wettbewerb teilzunehmen. Die gesetzten Architektenbüros waren zuvor von Fachleuten wegen ihrer Leistungen im Museumsbau ausgewählt worden.

Land und Bund finanzieren die Umgestaltung im mittelalterlichen Katharinenkloster mit insgesamt 30 Millionen Euro. Ausgeschrieben waren die Architekturleistungen für den 19,88 Millionen Euro teuren eigentlichen Umbau und die Ausstellungskonzeption. Die Restsumme sei für Baunebenkosten, Honorare, Sachverständige und als Reserve gedacht.

Die große Herausforderung bestehe darin, in dem mittelalterlichen Klostergebäude eine moderne Ausstellung zu integrieren, sagte Tanschus. Mit der Ausstellung über die Warmwassermeere soll sich das Stammhaus klar vom 2008 eröffneten Ozeaneums abgrenzen. Die Museumsmacher in Stralsund haben bereits konkrete Vorstellungen für die neue Schau: So soll es ein Ringaquarium mit Großfischen geben, durch das die Besucher mit einem Lift aus dem zweiten Geschoss in den Keller fahren können. Geplant ist auch ein 360-Grad-Kino.

Bereits zum 9. August lädt das Preisgericht die 15 Wettbewerbsteilnehmer zum Fach-Kolloquium ein. Bis Ende Oktober müssen die Entwürfe vorliegen. Ende November entscheidet das Preisgericht. Der Umbau startet 2019. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 30.000 Euro.

Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 18.750 sowie 11.250 Euro. Zudem werden drei Anerkennungen in Höhe von 5.000 Euro vergeben. Jeder Teilnehmer erhält eine Aufwandsentschädigung von 5500 Euro

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