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Rostock : Klinikclowns demonstrieren für mehr Anerkennung

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Untersuchungen beweisen, Klinikclowns helfen bei der Heilung. Doch die Clowns haben selbst nicht zu lachen. Sie müssen um ihre eigene Existenz kämpfen.

svz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 21:00 Uhr

Klinikclowns aus ganz Deutschland wollen am kommenden Mittwoch mit einer Demonstration in Berlin auf die positiven Auswirkungen und die fehlende Anerkennung ihrer Arbeit aufmerksam machen. Mit ihrem Humor könnten sie Heilungsprozesse bei Patienten wirksam unterstützen, sagte Kerstin Daum vom Verein „Rostocker Rotznasen“ am Freitag in Rostock. Wurden sie früher hauptsächlich in Kinderkliniken eingesetzt, sind sie inzwischen in den unterschiedlichsten medizinischen Bereichen und für Menschen jeden Alters unterwegs. Den Angaben zufolge gibt es deutschlandweit gut 300 Klinikclowns.Doch trotz der größer werdenden Aufgaben sei es für Klinikclowns schwer, von dem Beruf zu leben. Kliniken hätten oft kein Geld für die Finanzierung der Clowns, es gebe keine Planungssicherheit. „Es geht uns darum, die Arbeit der Klinikclowns besser zu etablieren“, sagte Daum.

Untersuchungen belegten, dass regelmäßige Besuche von Clowns nicht nur die Heilungsprozesse unterstützen, sondern auch einen positiven Gesamteffekt auf die Patienten haben.Finanzielle Unterstützung bekommen die sechs aktiven Clowns der „Rostocker Rotznasen“ vom Förderverein für krebskranke Kinder, der Rest muss aus Spendeneinnahmen finanziert werden. Seit 2007 gibt es den Verein in der Hansestadt. Die Rostocker Clowns sind seit einem Jahr Mitglied im Dachverband „Clowns in Medizin und Pflege“. Dessen Ziel ist es, die Qualität und Professionalität der Klinikclownerie bundesweit zu sichern.

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