Mecklenburg-Vorpommern : Kleinere Krippengruppen statt Betreuungsgeld

Kritisiert das Betreuungsgeld: Sozialministerin Manuela Schwesig dpa
Kritisiert das Betreuungsgeld: Sozialministerin Manuela Schwesig dpa

Kleine Kita-Gruppen sind Sozialministerin Schwesig wichtiger: Sie gibt den Kampf gegen das Betreuungsgeld nicht auf. Die Unterstützung bekommen ab Sommer 2013 Eltern, die ihr Kleinkind zu Hause betreuen.

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04. Januar 2013, 07:49 Uhr

Schwerin | Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) hat erneut das Betreuungsgeld kritisiert, das ab Sommer 2013 Eltern bekommen, die ihr Kleinkind zu Hause behalten. "Auf Mecklenburg-Vorpommern entfallen von dem dafür bereitstehenden Geld 25 Millionen Euro. Damit könnten wir die Gruppen in den Krippen verkleinern", sagte Schwesig. Derzeit betreut eine Erzieherin in MV sechs Krippenkinder. "Mit 19 Millionen Euro könnten wir das Verhältnis auf eins zu fünf verbessern", so die Ministerin. Bei den größeren Kindern arbeitet die Landesregierung seit mehreren Jahren an der Verbesserung der Betreuungsqualität. So kommen seit 2010 nur noch 17 statt zuvor 18 Drei- bis Sechsjährige auf eine Erzieherin, ab Sommer 2013 sollen es 16 sein, ab 2015 noch15.

Im neuen Jahr geht Schwesig von weiter steigenden Kita-Kosten für das Land aus - und freut sich darüber, wie sie sagte. "Denn die Kosten entstehen, weil mehr Kinder die Kita besuchen." Vor allem die Krippe werde immer stärker nachgefragt. Von den Einjährigen besuchten 67,5 Prozent eine Krippe oder Tagesmutter, bei den Zweijährigen seien es 85,2 Prozent.

Eltern, die ab 1. August für ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr keinen Kita-Platz oder eine staatlich bezahlte Tagesmutter in Anspruch nehmen, erhalten ein monatliches Betreuungsgeld von zunächst 100 Euro, später 150 Euro. Der SPD-geführte Hamburger Senat und die Oppositionsfraktionen im Bundestag haben angekündigt, gegen das Betreuungsgeld vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen.

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