Mecklenburg-Vorpommern : Kleine Wohnungen: Mieten um 18 Prozent gestiegen

Immer mehr Singles: Quartiere unter 40 Quadratmetern gefragt wie noch nie

von
27. März 2014, 07:45 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen rasanten Anstieg der Mietpreise für kleine Wohnungen. Betroffen sind davon nicht nur die Studentenhochburgen Rostock und Greifswald. Wer beispielsweise in Schwerin eine gutausgestattete Unterkunft mit weniger als 40 Quadratmetern sucht, muss aktuell mit durchschnittlich 7,90 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete rechnen, wie aus dem offiziellen Mietspiegel der Stadt für 2014 hervorgeht. 2011 waren für die gleiche Größe und den gleichen Standard noch 6,70 Euro fällig – ein Anstieg um satte 18 Prozent.

Kein Einzelfall. Insgesamt drehte sich die Mietpreis-Spirale bei kleinen Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern seit 2011 um acht Prozent in die Höhe.

Für Christian Rudolph, Landesgeschäftsführer des Deutschen Mieterbundes MV, ist die Preisenwicklung keine Überraschung. „Wir beobachten schon seit Jahren bei Wohnungen unter 40 Quadratmetern einen deutlichen Anstieg der Nachfrage“, sagte Rudolph gegenüber unserer Redaktion. Wesentlicher Grund ist die Bevölkerungsentwicklung. In Mecklenburg-Vorpommern leben immer mehr Menschen allein. Landesweit kletterte die
Zahl der Einpersonenhaushalte seit 2000 von 280 000 auf 350 000 (plus 25 Prozent). Sozial schwache Familien suchen zudem aus Kostengründen kleine Wohnungen. „Soziale Wohnraumförderung effektiv und zielgerichtet gestalten!“ heißt deshalb die zentrale Forderung des Mieterbundes MV auf seiner Jahrestagung in der kommenden Woche.

Auch die Wohnungssuche von Studenten schlägt sich in den Preisen nieder. Nach Angaben des Internet-Portals Immowelt.de bezahlen Mieter in der Universitätsstadt Greifswald für kleine Wohnungen 10,14 Euro pro Quadratmeter – Rekord. Bei allen Segmenten des Wohnungsmarktes zusammen beträgt die Durchschnittsmiete in der Stadt 8,82 Euro (siehe Tabelle). In Rostock kostet die Unterkunft unter 40 Quadratmetern 7,40 Euro.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen