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Beste Schülerzeitungen des Landes : Kleine Redakteure, große Arbeit

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"Ich finde es toll, dass man eigene Sachen schreiben kann", sagt Hannah. Und gelesen werden sie auch noch - denn Hannah gehört zur Redaktion von "Paule", der Schülerzeitung der Neumühler Schule in Schwerin.

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erstellt am 05.Apr.2013 | 07:25 Uhr

Schwerin | "Ich finde es toll, dass man eigene Sachen schreiben kann", sagt Hannah. Und gelesen werden sie auch noch - denn Hannah gehört zur Redaktion von "Paule", der Schülerzeitung der Neumühler Schule in Schwerin. Seit mehr als zehn Jahren gibt es das Blatt schon - so ganz genau weiß das auch Lehrerin Anette Retiet nicht, die derzeit die aktuelle Redaktion betreut. Aber darauf, dass "Paule" schon Preise beim Schülerzeitungswettbewerb des Landes abgeräumt hat, sind alle stolz.

Am 8. April kann die nächste Generation der Preisträger stolz die Urkunden entgegennehmen: Der Jugendmedienverband zeichnet gemeinsam mit dem Bildungsministerium und unserer Zeitung in Neubrandenburg die besten Schülerzeitungs-Redaktionen aus. Die Sieger stehen schon fest - aber natürlich sei jede Schülerzeitung, die es schafft, länger als ein paar Ausgaben durchzuhalten, schon ein Gewinner, sagt Tino Höfert vom Jugendmedienverband (JMMV). Beispiele wie "Paule" sehen die Wettbewerbsorganisatoren vom Verband auch als Bestätigung ihrer Arbeit - es ist schon der 8. Schülerzeitungswettbewerb. "Es gibt Schülerzeitungen, die schaffen nur drei Ausgaben und verschwinden dann wieder. Und es gibt welche, die erscheinen seit 20 Jahren", sagt Tino Höfert. Gerade an Grundschulen hänge dabei viel vom Engagement der Lehrer ab, "bei den Gymnasien und Regionalschulen sind es dann mit zunehmendem Alter auch die Jugendlichen selbst, die das Blatt am Leben halten". Etwa beim "Stichling" aus Bad Doberan, den es seit rund 20 Jahren gibt. Oder die "Knuutsch" der Werner-von-Siemens-Schule Schwerin, die schon dabei ist, seit es den Landes-Wettbewerb gibt.

"Stichling" und "Knuutsch" sind in diesem Jahr wieder unter den Preisträgern. Auch der Aufregung um ein Interview der Schülerzeitung "Inselgörn" mit dem umstrittenen Hiddenseer Bürgermeister Thomas Gens (wir berichteten) trug die Jury Rechnung: Autorin Elisa Skott bekommt einen Sonderpreis. Überhaupt fällt die Bilanz des aktuellen Wettbewerbes positiv aus beim JMMV. 40 Redaktionen hatten sich beworben. "Auffällig war diesmal, dass sich mehr Gymnasien und Regionalschulen beteiligt haben", sagt Tino Höfert. Ob das ein Trend sei, könne man noch nicht sagen, "aber es wäre schön, wenn sich das verstetigen würde".

Dabei kann niemand sagen, wie viele Schülerzeitungen es überhaupt gibt in Mecklenburg-Vorpommern - und längst nicht alle machen auch mit beim Landeswettbewerb. "Von einigen wissen wir, dass es sie gibt, aber sie trauen sich nicht, ihre Zeitung einzureichen", erläutert Tino Höfert. Dabei sei der Schülerzeitungswettbewerb alles andere als eine reine Konkurrenzveranstaltung, betont er. Vor der Preisverleihung gibt es immer Workshops, und jeder Teilnehmer erhält ein detailliertes Feedback vom Jugendmedienverband und der aus JMMV-Aktiven und Profi-Journalisten bestehenden Wettbewerbsjury. "Den Kids Blitz aus Parchim beispielsweise gibt es schon lange, nun hat sich die Redaktion zum ersten Mal beteiligt - und mit Erfolg", sagt Tino Höfert.

Auch die Macher von "Paule" werden sich wieder am Schülerzeitungswettbewerb beteiligen. Regelmäßig treffen sich Julian, Calvin, Lea, Hannah, Nele, Rike, Tessa, Amelie und Paulina mit ihrer Lehrerin im Computerraum der Schule, sitzen allein oder zu zweit vor den Rechnern, produzieren ihre neuen Ausgaben. "Von Kindern für Kinder", sagt die neunjährige Tessa. Und Redaktionskollege Calvin erklärt: "Ich finde das spannend, zu recherchieren - das ist nicht nur neues Wissen für die Leser, sondern auch für mich."

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