Mecklenburg-Vorpommern : Klassik trifft Fußball-WM

Die Norddeutsche Philharmonie Rostock spielt am Sonntag in der Werfthalle 207. Collage: Christine Preuß
Die Norddeutsche Philharmonie Rostock spielt am Sonntag in der Werfthalle 207. Collage: Christine Preuß

Musikalische Einstimmung auf Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Halle 207 der Rostocker Neptunwerft / Festivals haben spielfrei

svz.de von
10. Juli 2014, 11:45 Uhr

Mitten in der Festival-Saison feiern die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ein erstes Finale. Für Sonntag laden die Veranstalter zu einem Konzert der besonderen Art in die Halle 207 auf der ehemaligen Neptunwerft.

Wenige Stunden vor dem Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien mit deutscher Beteiligung stehen zur Einstimmung Fan-Gesänge und Siegeshymnen auf dem Programm.

Wie die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gestern mitteilten, spielt die Norddeutsche Philharmonie Rostock unter Leitung von Peter Leonard Titel wie „You’ll never walk alone“, den Triumphmarsch aus Verdis Oper „Aida“ oder die „Sport-Polka“ von Josef Strauß.

Teile aus Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie sollen im Stile einer Fußballreportage kommentiert aufgeführt werden. Zudem werde es Überraschungswerke aus den Heimatländern der Finalisten geben. Im Anschluss an das Konzert, für das es nach Angaben der Festspiele nur noch wenige Restkarten an der Abendkasse gibt, ist ein Public Viewing geplant.

Auch die Theater- und Opern-Festivals in Mecklenburg-Vorpommern haben sich auf die Fußball-Weltmeisterschaft eingestellt. So veranstaltet das Piraten Open Air in Grevesmühlen ein exklusives Public Viewing für seine Besucher in der Piratenkaschemme „Zur Schatzinsel“.

„Beim Halbfinale am Dienstag waren fast alle 270 Plätze besetzt und der Jubel war groß. Nun hoffen wir auf Fortsetzung am Sonntag“, sagte Intendant Peter Venzmer. Konflikte mit dem eigenen Spielplan gebe es nicht, weil die Aufführungen am Sonntag  immer  schon um 16 Uhr beginnen.

Ähnlich sieht es bei den Schlossfestspielen in Schwerin aus. Die Aufführung der Verdi-Oper „Nabucco“ auf der Bühne vor dem Schloss fängt  sonntags  schon  um 17 Uhr an. Damit ist sichergestellt, dass Solisten und Chöre nicht gegen Fan-Gesänge auf der Freilichtbühne im nahen Schlossgarten ankämpfen müssen, wo die Deutschland-Spiele übertragen werden.

Ohne Auswirkungen bleibt das WM-Finale mit der deutschen Mannschaft auch auf die Störtebeker-Festspiele auf Rügen. Dort streitet der Freibeuter immer von Montag bis Sonnabend gegen skrupellose Kaufleute. Der Sonntag ist auf der Freilichtbühne am Jasmunder Bodden spielfrei.


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