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Spezielle Massage-Methode in Warnow : Klänge entspannen den Körper

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Leichter Vanilleduft, dezente Panflötenmusik, diverse Utensilien - Durch Schwingungen von metallenen Schalen werden Verspannungen gelöst. Andrea Stapelmann beherrscht die Kunst der Klangmassage.

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erstellt am 21.Dez.2011 | 11:46 Uhr

Warnow | Leichter Vanilleduft zieht durch den Raum, eine Liege ist mit einem orangenen Tuch bespannt und im Hintergrund erklingt dezent Panflötenmusik - Andrea Stapelmann hat für die Klangmassage in ihrem Warnower Klangraum alles vorbereitet. "Gestresste Menschen sollen mit dieser Anwendung Entspannung finden", sagt die gebürtige Bützowerin. Auf dem Boden stehen ihre Utensilien, die Schalen - eine Becken-, zwei Gelenk- und eine Kopfschale - sowie die Zimbeln, glöckchenähnliche Metallkörper. Einen Kopfer mit unterschiedlichen Schlägen hat Andrea Stapelmann gleich neben der Liege platziert.

Etwa eine Stunde dauert die Anwendung. Dabei legt sich die jeweilige Person zunächst auf den Bauch. Andrea Stapelmann stellt die größte, die Beckenschale, im Bereich der Nieren auf den Körper. Mit einem etwa kochlöffelgroßen Schlägel stößt sie sanft gegen die Schale. Helle Klänge verbreiten sich im Raum. Die Schwingungen durchströmen sofort den Körper. Die Fachfrau wiederholt die Schläge regelmäßig. Nach einer gewissen Zeit, die von Person zu Person unterschiedlich ist, nimmt sie die kleineren, die Gelenkschalen und führt sie zu der Körperstelle, die stark verspannt ist.

Schwingungen lösen wohlige Wirkung aus

"Sie werden auch ,universelle Schalen’ genannt, weil sie am ganzen Körper eingesetzt werden können", sagt Andrea Stapelmann, positioniert die Schale zwischen den Schulterblättern und tupft mit einem kleineren Schlägel gegen die Schale. Ein dunkler, dumpfer Ton erklingt. "Dort, wo die Verspannung sitzt, klingen die Schalen nicht sehr lange", sagt sie ergänzend. Dennoch: Die Vibrationen ziehen sofort wieder in den Körper, können an der entsprechenden Stelle ein wohlig-warmes Gefühl auslösen. "Durch die entspannende Wirkung können unter anderem Kopfschmerzen und Schlafstörungen beseitigt, die Konzentrationsfähigkeit verbessert und chronische Schmerzen gelindert werden", sagt sie. Sie wolle vor allem vorbeugend wirken und der jeweiligen Person etwas Gutes tun.

Andrea Stapelmann ist vor drei Jahren auf diese Entspannungstechnik aufmerksam geworden. "Meine Tai-Chi-Lehrerin hatte 2007 eine so genanntes Klang-Konzert, das von einem Mann ausgestaltet wurde, organisiert", erinnert sich Stapelmann, die zuvor schon Kenntnisse über "Reiki", eine Form die Lebensenergie in eine lindernde Energie umzuwandeln, besaß. Weil sie von dem Klangerlebnis dermaßen begeistert war, fuhr sie zu diesem Mann, um konkrete Informationen zu erhalten. Kurz nach diesem Besuch besorgte sie sich ihre erste Klangschale.

Die Mutter von drei Kindern war fasziniert von dieser Entspannungsmethode. Sie recherchierte weiter, tauschte sich mit einer Freundin, die ebenfalls von der Klangmassage begeistert ist, aus und findet schließlich eine Lehrerin in Berlin. Dort belegt sie im Dezember 2010 einen Grundkurs und schließt ihn erfolgreich ab. Im September 2010 folgt ein Aufbaukurs.

Fester Massageraum in Warnow gemietet

Seit September bietet sie die Massage nebenberuflich nach ihrer Arbeit als Verwaltungsfachsangestellte in ihrem "Klangraum", an. Allerdings müssen die Interessenten nicht immer zu ihr kommen. "Ich bin flexibel und könnte beispielsweise auch zu jungen Muttis oder auch älteren Leuten kommen, die etwas Entspannung suchen", sagt Stapelmann, die nach Absprache auch am Wochenende Massagen durchführt.

Ihr Traum ist es, die Klangmassage auch bei Kindern anzuwenden - beispielsweise regelmäßig mit einer Grundschulgruppe zu arbeiten. Ein Projekt für die Zukunft, denn: Bisher fehle ihr einfach noch die Zeit.

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