Kläger fordert zwei Jahre Haft für Haupttäter nach Prügelattacke

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02. März 2010, 08:08 Uhr

Rostock | Nach der Prügelattacke von Mitgliedern der rechten Szene auf linke Demonstranten Ende Juni 2007 in Pölchow (Kreis Bad Doberan) hat die Anklage vor dem Rostocker Landgericht Bewährungsstrafen für zwei der drei Angeklagten gefordert. Ein dritter Mann sei freizusprechen, sagte die Anklagevertreterin gestern. Für die beiden mutmaßlichen Haupttäter beantragte sie zwei Jahre Haft und eine vierjährige Bewährungszeit beziehungsweise 16 Monate Haft und drei Jahre Bewährung.

Die Vertreter der Nebenklage forderten dagegen für diese beiden Haftstrafen ohne Bewährung; man müsse ein politisches Signal setzen. Der Prozess soll am Freitag mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt werden, das Urteil wird für den 16. März erwartet.

Laut Staatsanwaltschaft waren die zwei Angeklagten Rädelsführer eines Überfalls von rund 50 rechtsgerichteten Demonstranten in Pölchow. Knapp 60 linke Demonstranten waren mit dem Zug auf dem Weg zu einer NPD-Kundgebung nach Rostock. Die Anhänger der rechten Szene in Pölchow sollen mit Holzlatten die Scheiben des Zuges zertrümmert haben. Die Linken erlitten unter anderem Gehirnerschütterungen und Schnittwunden.

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