„Zikita“ : Kita-Kinder erleben die Zeitung

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Startschuss für „Zikita“: Zum Auftakt besuchten Redakteure die Rostocker Kita „Kindervilla Cords“ und die Kita „Zwergenland“ in Gresse

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11. Februar 2014, 07:51 Uhr

Reporter bei der Zeitung können morgens lange schlafen. Denn sie fangen oft erst um neun oder zehn Uhr an zu arbeiten. Dafür haben sie aber auch erst spät Feierabend. Außerdem sind sie jeden Tag auf einem spannenden Termin. Ob ein neuer Kindergarten öffnet, Schweine ausgebrochen sind oder ein schwerer Unfall passiert ist – der Reporter ist vor Ort, macht Fotos und interviewt Augenzeugen.

Das und noch viel mehr haben Hannah, Paul, Max und die anderen Vorschulkinder der Kita „Kindervilla Cords“ in Rostock-Gehlsdorf gestern erfahren. Denn in ihrer Kita war Redakteurin Franziska Sanyang zu Besuch. Die Rostocker Mädchen und Jungen gehören zu den mehr als 1700 Kindern aus Mecklenburg-Vorpommern und der Prignitz, die am Bildungsprojekt des medienhauses:nord teilnehmen. „Zeitung in der Kita “ (Zikita) wurde speziell für Nochnichtleser entwickelt. Was abwegig klingt, funktioniert gut: „Wir nehmen bereits zum dritten oder vierten Mal teil, weil wir so begeistert sind“, erzählte Erzieherin Anne Hirsch von der Kindervilla Cords.

Auch wenn „ihre“ Lütten noch nicht lesen können, würden sie begeistert in der Zeitung blättern. „Einzelne Buchstaben können sie ja schon erkennen“, so Anne Hirsch. Wie zum Beispiel das „Z“ auf der Kinderseite „Zett“, die bei den Kleinen besonders gut ankommt. Aber nicht nur. „Sie gucken sich auch sehr gerne die Sportseiten an. Die Jungs mögen selbstverständlich die Fußballbilder“, erzählte die Erzieherin mit einem Schmunzeln. Und natürlich die Maskottchen Ente Paula und Pottwal Piet. Die würden alle Kinder gut finden.

In der Rostocker Einrichtung wird aber nicht nur in der Zeitung gelesen. „Wir basteln auch mit den Seiten“, berichtete Anne Hirsch. Zum gestrigen Start haben die Mädchen und Jungen sich beispielsweise gleich mal schicke Zeitungshüte gefaltet. Außerdem wurde fleißig gemalt. Und zwar ein Reporter. Herausstechend dabei vor allem ein Merkmal: der große Fotoapparat, der bei den Gemälden dem Reporter um den Hals baumelte.

Aber nicht nur in Rostock startete gestern das Projekt Zikita. Zum Auftakt besuchte Redakteur Dietmar Kreiß die Kindertagesstätte „Zwergenland“, die die Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Ludwigslust/Hagenow in Gresse bei Boizenburg betreibt. Die 18 Mädchen und Jungen aus der Pumuckel-Gruppe erlebten eine Premiere. In Gresse ist die Zeitung zum ersten Mal in der Kita. Die Begeisterung war sofort auf allen Seiten. Bika Bliefert und Cindy Korpel hatten von dem Projekt gehört und sich gedacht, dass das eine richtig gute Sache für das „Zwergenland“ sein könnte.

Die Zeitungsschau gestern Vormittag lieferte den beiden Erzieherinnen dafür eine schöne Bestätigung. Jeder ihrer „Pumuckel“ fand beim Blättern in der Ausgabe vom Montag für sich etwas Interessantes heraus. Olympia, Tanzen und vor allem die Babys, die im Hagenower Krankenhaus in der vergangenen Woche das Licht der Welt erblickten und nun kurz in Wort und Bild vorgestellt wurden. Ein Service der Hagenower Lokalausgabe unserer Zeitung, der sich seit Jahren bei den Lesern einer großen Beliebtheit erfreut.

Vor dem Blättern hatten die Vier- bis Sechsjährigen die Zeitung erst einmal beschnuppert und einhellig erklärt, dass sie gut riechen würde. Dann probierten sie aus, was man mit einer Zeitung so alles machen kann, außer lesen, was sie später in der Schule lernen und Bilder angucken. Man kann basteln und sie in kleine Schnipsel zerreißen, damit es „schneit“. Auch die „Zwerge“ aus Gresse haben gestern Reporter mit Fotoapparat und Notizblock gemalt und beschlossen, auch welche zu werden. Sie wollen herausfinden, wer der älteste und jüngste Einwohner ihrer Gemeinde ist. Wer hat das große Hünengrab gebaut, das neben dem Schloss, welches gleich auf der anderen Seite des Dorfteiches gegenüber der Kita liegt und zu den Sehenswürdigkeiten von Gresse gehört? Auch auf diese Frage wollen sie eine Antwort finden. Außerdem wollen sie ganz viel über Tiere erfahren, vor allem auch über die, die im Boizetal leben. Das Projekt sei, wie Bika Bliefert meinte, gut gemacht und würde den Kindern, wie auch den Erzieherinnen eine spannende Zeit versprechen. Der erste Tag brachte allen viel Spaß.

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