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Aus dem Gerichtssaal : Kinderpornografie: Vier Jahre Haft für Kühlungsborner

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Das Amtsgericht Rostock verurteilt einen 57-Jährigen wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornos.

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 10:16 Uhr

Wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornos hat das Amtsgericht Rostock einen 57-jährigen Mann aus Kühlungsborn zu vier Jahren Haft verurteilt. Bei dem Mann seien mehrere 10 000 Dateien mit kinderpornografischem Inhalt gefunden worden, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung von Amtsgericht, Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Rostock. Das Urteil des Amtsgerichts fiel bereits am 13. April. Dabei sei der Mann schon mehrmals mit der Justiz in Konflikt geraten.

So sei die niedersächsische Polizei im Jahr 2014 auf eine Mail des Mannes mit 13 kinderpornografischen Dateien gestoßen. Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Beamten 11.000 Dateien sicher. Es habe sich weiter der Verdacht ergeben, dass er 400 E-Mails mit Videos und Bildern verschickt habe. Dabei habe er über 40 Mailadressen genutzt.

In den Mails habe er dazu aufgerufen, ihm Mädchen für den sexuellen Missbrauch zur Verfügung zu stellen. Anhaltspunkte für tatsächlichen Missbrauch habe es aber nicht gegeben.

Im Januar 2015 wurde eine neue Durchsuchung angesetzt, die mit der Festnahme des Mannes endete. Grund sei der Fund von rund 17 000 Dateien gewesen. Er wurde kurz darauf zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Nach Hinweisen erfolgte Anfang 2016 eine neue Polizeiaktion. Dabei wurden erneut 10 000 Kinderporno-Dateien gefunden. Nach der Festnahme wurde die Bewährung widerrufen, es folgte nun die Verurteilung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Gegen die Empfänger der Mails des Kühlungsborners seien international 300 Folgeverfahren eingeleitet worden.

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