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Keine Übernahme von Teilaufgaben : Kfz-Zulassung bleibt beim Kreis

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An den Stempel-Aufdruck „Landkreis Ludwigslust-Parchim" auf werden sich die Schweriner Autobesitzer gewöhnen müssen. Denn eine eigenständige Schweriner Kfz-Zulassungsstelle wird es vorerst nicht geben.

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erstellt am 02.Jan.2012 | 07:12 Uhr

Schwerin | An den Stempel-Aufdruck "Landkreis Ludwigslust-Parchim" auf dem Fahrzeugbrief und der Kfz-Zulassung werden sich die Schweriner Autobesitzer gewöhnen müssen. Denn eine eigenständige Schweriner Kfz-Zulassungsstelle - und damit den Stempel der Landeshauptstadt - wird es vorerst nicht geben.

Dabei hatte es entsprechende Initiativen aus dem Landkreis gegeben - allerdings nicht, um den Landeshauptstädtern auch per Stempel auf behördlichen Papieren ihre Identität zurückzugeben. Grund war vielmehr erneut das Geld. Weil die Kosten in der Zulassungsstelle steigen, gab es "Gespräche zur Wiederansiedlung von Teilaufgaben in Schwerin", wie Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow informierte. Konkret handelt es sich um die Leistungen "Änderung der Halter- und Fahrzeugdaten" und "Umschreibung innerhalb des Zulassungsbereiches". Doch daraus wird nichts.

Denn das Übernehmen von Teilaufgaben würde der Stadt erhebliche Ausgaben verursachen. Allein für Software-Lizenzen, Drucker und ähnliches spricht die Oberbürgermeisterin von einmaligen Kosten in Höhe von rund 25 000 Euro. In Bezug auf die laufenden Kosten wäre mit Mehrkosten in Höhe von 15 000 Euro pro Jahr zu rechnen. Darin sind Gramkow zufolge noch nicht der Personal- und Organisationsaufwand auf Leitungsebene eingerechnet. Ebenfalls unberücksichtigt blieben Zusatzbelastungen für die Beschäftigten des Bürgerbüros, welches für die Leistungserbringung zuständig wäre. "Im Ergebnis - und vor dem Hintergrund der bekannten Haushaltslage - hat die Stadtverwaltung Schwerin deshalb eine Übernahme von Teilaufgaben abgelehnt", informierte die Oberbürgermeisterin die Stadtvertreter.

Dennoch: Nicht gänzlich vom Tisch ist die Überlegung, alle mit der Kfz-Zulassung verbundenen Aufgaben komplett zurück in die Stadtverwaltung zu holen. Zumindest wäre dann auch der Stempel auf den Fahrzeugpapieren der Schweriner statt des Stierkopfes aus dem Landkreis wieder das Reiterbild des Stadtgründers Niklot.

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