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Nordwestmecklenburg : Kerstin Weiss wird Chefin im Landratsamt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

SPD-Kandidatin setzte sich im Landkreis gegen Gerhard Rappen von der CDU durch

Die Landratswahl ist entschieden: Kerstin Weiss (SPD) wird die neue Landrätin von Nordwestmecklenburg. Die Dassowerin setzte sich bei der Stichwahl gegen Gerhard Rappen (CDU) durch. Die 48-Jährige erhielt laut vorläufigem Endergebnis 57 Prozent, Gerhard Rappen 43 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag mit 22,5 Prozent weit unter den Erwartungen.

Bei der Stichwahl gingen von den rund 130 000 Wahlberechtigten knapp 29 766 Bürger an die Wahlurnen. Ende Mai lag die Wahlbeteiligung bei 48,4 Prozent.

Kerstin Weiss tritt die Nachfolge von Birgit Hesse (SPD) an, die Anfang Januar in die Landesregierung gewechselt war und jetzt das Amt der Sozialministerin bekleidet. Weiss arbeitete bisher als zweite Beigeordnete und Stellvertreterin der Landrätin im Fachbereich Jugend, Soziales, Bildung und Gesundheit. Über das Ende des Wahlmarathons freut sich die designierte Landrätin. In einem ersten Gespräch mit der SVZ sagte sie: „Die Anspannung fällt ab, Freude kommt auf.“ Die Entscheidung zu einer Kandidatur sei ihr anfangs nicht leicht gefallen. Letztlich habe ihre Familie den Gedanken mitgetragen. Ein Wermutstropfen sei natürlich die geringe Wahlbeteiligung. Das sehe sie dennoch als Herausforderung. Sie wolle für alle Bürger arbeiten. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und setze auf eine kollegiale Zusammenarbeit mit meinem Herausforderer“, so Weiss.

Obwohl die CDU als stärkste Kraft in den neuen Kreistag einzieht, erreichte ihr Spitzenkandidat Gerhard Rappen sein Ziel nicht: „Es war keine Personen-, sondern Blockwahl. Wer die Entwicklung der vergangenen Tage anschaute, der konnte sehen, dass sich ein linkes Bündnis gebildet hat.“ Genau das spiegele das Wahlergebnis wider. Angesichts der knappen Wahlbeteiligung sei es an der Zeit darüber nachzudenken, ob eine Direktwahl eines Landrates überhaupt noch zeitgemäß ist, so Rappen weiter. Rappen war erster Stellvertreter von Landrätin Hesse und amtiert seit deren Weggang.

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai kämpften sieben Kandidaten um den Chefsessel im Landratsamt. Die Bewerber von Linkspartei, Alternative für Deutschland, Bündnis 90/Grüne, FDP und Piraten waren im ersten Wahlgang gescheitert.


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erstellt am 15.Jun.2014 | 21:35 Uhr

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