zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

13. Dezember 2017 | 19:45 Uhr

Schwerin : Keine Politikverdrossenheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Junge Leute in MV wollen bei politischen Entscheidungen mitreden

Die Jugend in Mecklenburg-Vorpommern verlangt mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen in Land und Kommunen, moderne Lehrformen an Schulen und unbürokratische Hilfe bei der Integration von Asylsuchenden. Zum Abschluss der dreitägigen Aktion „Jugend fragt nach“ legten die Jugendlichen heute den Abgeordneten im Schweriner Landtag ihren Forderungskatalog vor.

Nicht einig waren sich die Teilnehmer, ob das Wahlalter generell von 18 auf 16 Jahre gesenkt werden soll. Darüber solle weiter diskutiert werden, hieß es. „Viele der Forderungen sind sehr konkret. Das zeigt, dass sich die jungen Leute mit gesellschaftlichen Entwicklungen intensiv auseinandersetzen und schon mit klaren Vorstellungen hierhergekommen sind“, sagte Andreas Beck vom Landesjugendring MV. Das Engagement der Schüler werde allerdings auch maßgeblich vom Klima an der jeweiligen Schule bestimmt. „Und da gibt es schon deutliche Unterschiede im Land“, konstatierte Beck. Insgesamt werde eine bessere Förderung der politischen Bildung als notwendig erachtet. Damit die Belange junger Leute nicht aus dem Blickfeld der Politik geraten, regten sie die Bildung einer Enquete-Kommission „Jung sein in MV“ an. Diese solle sich als Ergänzung zu der bereits vom Landtag eingesetzten Enquete-Kommission „Älter werden in MV“ mit Folgen und Herausforderungen des demografischen Wandels befassen.

Am Donnerstag wollen die jungen Leute mit Vertretern des Altenparlamentes beraten, wie sie gemeinsam ihre Interessen deutlich machen und in die politischen Gremien einbringen können. Massiven Änderungsbedarf sehen die Jugendlichen vorrangig für den Schulbereich. Dazu gehören die Rückkehr zum Abitur nach 13 statt 12 Jahren, die Entrümpelung der Lehrpläne, konsequente Modernisierung der Lehrmittel, eine einheitliche Netzanbindung und eine frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen