Reformgesetz : Keine Kürzungen für Kliniken

Sind die Flure im Forster Krankenhaus bald verwaist? Für zwei Millionen Euro will sich das Potsdamer Bergmann-Klinikum die Mehrheit am Forster Haus erkaufen. Kritiker befürchten, dass es dadurch zu einer Patientenabwanderung in die Landeshauptstadt kommt.
Sind die Flure im Forster Krankenhaus bald verwaist? Für zwei Millionen Euro will sich das Potsdamer Bergmann-Klinikum die Mehrheit am Forster Haus erkaufen. Kritiker befürchten, dass es dadurch zu einer Patientenabwanderung in die Landeshauptstadt kommt.

Krankenhausgesellschaft MV lobt Änderungen am Krankenhaus-Reformgesetz

svz.de von
08. Oktober 2015, 08:00 Uhr

Die angekündigten Änderungen am Krankenhaus-Reformgesetz des Bundes sind nach Ansicht der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern „eine ordentliche Basis“ für die weitere Arbeit. Wichtig sei vor allem, dass es nun doch keine finanziellen Kürzungen geben solle, sagte gestern Geschäftsführer Wolfgang Gagzow.

Nicht gelöst wurde aber nach seiner Einschätzung das Problem der ambulanten Notfallversorgung durch die Krankenhäuser, die sich für die Kliniken zu einer finanziellen Belastung entwickelt hat. Dies sei von den Politikern aber zumindest erkannt worden.

Kritisch sieht Gagzow die Einsetzung einer weiteren Kontrollinstanz, des Medizinischen Dienstes (MDK), der den Krankenkassen verpflichtet sei. Damit werde „der Anwalt der Gegenseite als Schiedsrichter eingesetzt“. Der MDK wolle vor allem, dass in den Krankenhäusern Kosten gespart werden. „Das ist nicht im Sinne der Patienten und der guten Behandlungsqualität“.  Ein positives Signal für die Krankenhausträger sei vor allem, dass der Versorgungszuschlag von 500 Millionen Euro für die Pflege erhalten bleiben soll. Zudem solle wenigstens anteilig eine Ausgleichsrate für Tarifsteigerungen gewährt werden. Das bedeute eine Entspannung für den Personalbereich und eine wichtige Entscheidung für die Qualitätsverbesserung. Dem diene auch die weitere Förderung zusätzlicher Pflege- und Hygienefachkräfte.

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