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Pleite in Stralsund und Wolgast : Keine gütliche Einigung im Werften-Prozess

vom

Im Schadenersatz-Prozess zwischen dem P+S-Insolvenzverwalter und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ist keine Einigung in Sicht.

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2017 | 14:17 Uhr

Im Streit um die Insolvenz der vorpommerschen P+S-Werften hat das Hamburger Landgericht die Beteiligten vergeblich zu einer gütlichen Einigung zu bewegen versucht. Die Zivilkammer machte am Donnerstag deutlich, dass sie zumindest das erste Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zur Sanierungsfähigkeit der Werften Ende 2010 für fehlerhaft hält. Die Kosten und Zinsen für Kredite seien nicht richtig dargestellt worden. Das Gericht ließ zugleich erkennen, dass die Schadenersatzforderung des Insolvenzverwalters in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro schwer durchsetzbar sein wird.

Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann macht KPMG für fehlerhafte Gutachten verantwortlich, in denen den schon damals angeschlagenen Werften Sanierungsfähigkeit attestiert wurde. Auf Grundlage dieses und weiterer Gutachten hätten die damaligen Werften-Geschäftsführer auf bereits Ende 2009 angekündigte Insolvenzanträge verzichtet und die Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast bis zur Pleite am 29. August 2012 fortgeführt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hatte Bürgschaften und Garantien in Höhe von 271,1 Millionen Euro übernommen und musste dafür auch einstehen.

>> Ein ausführlicher Bericht folgt

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