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Kulinarische Erlebnistour : Keine Angst vor Hummer, Auster & Co

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Nicht nur zum Jahreswechsel gibt es besondere Anlässe, um sich mit sehr edlen Leckerbissen verwöhnen zu lassen. Ein genüssliches Erlebnis bieten Hummer oder Langusten, deren Fleisch als besondere Delikatesse gilt.

Wismar | Die Feiertage zum Jahreswechsel gelten als die Zeit der kulinarischen Höhepunkte, doch nicht nur. Es gibt andere und besondere Anlässe, um sich mit sehr edlen Leckerbissen, zum Beispiel aus dem Meer, verwöhnen zu lassen. So kann ein Sekt- und Austernarrangement den Tag besonders nett einleiten oder auch ausklingen lassen. Doch noch genüsslichere Erlebnisse bieten Hummer oder Langusten, deren Fleisch als besondere Delikatesse gilt.

Für beides muss man nicht nach Frankreich fahren oder gleich in eine Kreuzfahrt investieren. Zugegeben, solche "Gourmetattacken" als besondere Belohnung haben ihren Preis, weil nicht die Alltagsregel und auch nicht überall möglich. Doch wer sich dort nicht rantraut, wird nie erleben, welch Gaumenfreuden ihn da erwarten. Möglichkeiten dafür gibt es zum Beispiel in der Kreisstadt Wismar im hoteleigenen Restaurant "New Orleans" oder in der "Seeperle". Beide Häuser befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Alten Hafen.

"Seeperlen" Chefkoch Jens Kohlhagen hat gerade einige Spritzer abbekommen, als er mit der langen Hummerzange in das große, gläserne Lobster- und Austernbecken einem solchen Schalentier, auch Lobster genannt, nachstellte. Da war es plötzlich aus mit der beschaulichen Ruhe in diesem kleinen Seewasserrefugium. Die gut 400 bis 500 Gramm schweren Schalentiere zeigen unvermutet, welche Kraft in den kräftigen Schwänzen steckt. Denn damit katapultieren sie sich ganz schnell in die Flucht.

Zwicken können die kräftigen Scheren nicht mehr, denn dank eines Gummibändchens sind sie bereits außer Gefecht gesetzt. "Anders geht es nicht, sonst gibt es Kannibalismus untereinander", so Gisela Schadwinkel.

Der Hummer erweist sich übrigens als ein wahrer Überlebenskünstler. So kommt er nicht nur längere Zeit ohne Nahrung aus, sondern bleibt sogar außerhalb seines nassen Elements recht lange lebendig. Fachleute sprechen dabei von bis zu 30 Stunden bei fachgerechter Lagerung. Das gestattet daher daher den Luftfrachttransport von der Ostküste Kanadas bis zum Hamburger Großmarkt. Von dort endet der Weg einiger Prachtexemplare in Wismar. Indessen hat Mitarbeiter Norman Saß für

andere Gäste ohne Stress Austern aus dem Becken gefischt. Denn die liegen bei jeder Situation ruhig auf dem Beckengrund. Gekonnt öffnet er mit einem Spezialmesser die verkrusteten Muscheln.

Die Austern stammen traditionell aus Frankreich von der dortigen Atlantikküste. Damit diese Muschelart meist schlürfend zu sich genommen wird, ist das Fleisch vorher bereits in der Schale gelöst. Knapp 15 Minuten hat es gedauert, dann hält auch Jens Kohlhagen den inzwischen tiefroten Hummer zum Verzehr bereit. Je nach Wunsch gibt es als Beilagen Salat oder Toast und das passende Dressing dazu. "Damit es die Gäste leichter haben, wurde das Fleisch bereits ausgelöst, auch die Schale der Scheren ist bereits angeknackt", so Kohlhagen weiter. Wer sich selbst versuchen möchte, erhält dazu eine Hummerschere und spezielle Gabeln.

Im übrigen sollte niemand zögern, sich an das Service-Team oder gar an den Chefkoch zu wenden, statt hilflos auf seinen Teller oder zum Nachbartisch zu schauen.

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erstellt am 31.Dez.2011 | 02:10 Uhr

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