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VS-Skandal : Kein Erfolg für geprellte Anleger der Volkssolidarität

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gericht lehnt Berufung ab: Anleger erhalten keinen Schadensersatz.

Das Oberlandesgericht (OLG) Rostock hat Berufungen von geprellten früheren Anlegern bei Fonds der Volkssolidarität zurückgewiesen. Diese hatten versucht, Urteile des Landgerichts Rostock umzukehren. Wie eine OLG-Sprecherin am Mittwoch sagte, hat es in der Berufung aber keinen neuen Sachvortrag gegeben. Das OLG-Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Hintergrund sind die Pleiten von zwei Immobilienfonds von Kreisverbänden der Volkssolidarität. Dort sollen zwischen Ende der 1990er Jahre und 2005 rund 9,5 Millionen Euro versickert sein. Ein ehemaliger Geschäftsführer war im September 2014 vom Landgericht zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

Zuvor hatten Anleger versucht, in Einzelklagen Schadenersatz zu bekommen. Einer hatte Erfolg, das Landgericht verurteilte im Mai 2013 den Kreisverband Bad Doberan-Rostock Land zur Zahlung von 100 000 Euro. Das Landgericht war der Meinung, dass der Kreisverband bestens informiert war, dass mit den Fonds etwas nicht stimmte.

Trotzdem hatte der Kläger Berufung beim OLG eingelegt, da er auch den Bundes- und den Landesverband der Volkssolidarität zu Schadenersatz zwingen wollte. Dem widersprach das OLG, genauso wie in zwei weiteren, allerdings anders gelagerten Fällen. In diesen zwei Fällen hatte das Landgericht die Kreisverbände nicht in der Verantwortung gesehen.

Für den Geschäftsführer der Verbraucherzentrale MV, Jürgen Fischer, bleibt damit alles beim Alten. Es lägen noch rund 20 Verfahren anderer Anleger beim Landgericht. Das Gericht habe die OLG-Entscheidung abwarten wollen.

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erstellt am 05.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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