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Bildungspaket im Nordosten : Kein Ende der Bürokratie

vom

Ein Jahr nach dem Start des Bildungs- und Teilhabepaketes für Kinder aus Hartz-IV- und Geringverdienerfamilien stöhnen Kommunen, Vereine und betroffene Eltern noch immer unter der großen Last der Bürokratie.

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erstellt am 18.Mär.2012 | 07:44 Uhr

Schwerin/Rostock | Ein Jahr nach dem Start des Bildungs- und Teilhabepaketes für Kinder aus Hartz-IV- und Geringverdienerfamilien stöhnen Kommunen, Vereine und betroffene Eltern noch immer unter der großen Last der Bürokratie. "Der Verwaltungsaufwand ist unverhältnismäßig hoch", sagte zum Beispiel der Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andreas Bonin. "Die Eltern müssen oft mehrfach angeschrieben werden, bis die Unterlagen vollständig sind." Nach den Worten von Petra Rappen vom Landkreis Nordwestmecklenburg sehen sich vor allem die Ehrenamtlichen in den Vereinen überfordert. Auch aus Rostock war diese Klage zu hören. Für Kinder aus Hartz-IV- oder Geringverdienerfamilien übernimmt der Staat zehn Euro Vereinsbeitrag im Monat.

Trotz der anhaltenden Widrigkeiten kommen die Leistungen heute besser bei den Kindern an als vor einem Jahr. So ist im Landkreis Vorpommern-Rügen für vier von fünf berechtigten Kindern mindestens ein Antrag gestellt worden, wie Sprecherin Carina Schmidt mitteilte. In Rostock gingen bislang für gut die Hälfte der mehr als 14 000 berechtigten Kinder und Jugendlichen Anträge ein, in Nordwestmecklenburg für knapp die Hälfte, in Schwerin für zwei Drittel. Jedes Jahr stehen für MV aus dem Bildungs- und Teilhabepaket rund 45 Millionen Euro zur Verfügung. Im vorigen Jahr wurde von der Summe nach Angaben des Sozialministeriums nur ein Sechstel ausgegeben.


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