AfD scheitert mit Antrag : Kein Ehekredit nach DDR-Vorbild

Der Fraktionsvorsitzende Holm musste sich anhören, die Idee sei ein Griff in die familienpolitische Mottenkiste.

Der Fraktionsvorsitzende Holm musste sich anhören, die Idee sei ein Griff in die familienpolitische Mottenkiste.

AfD-Vorstoß für 5000-Euro-Familiendarlehen im Landtag abgelehnt

svz.de von
06. April 2017, 20:45 Uhr

Der Vorschlag der AfD für ein Familiendarlehen nach dem Vorbild des DDR-Ehekredits hat im Schweriner Landtag keine Unterstützung in den anderen Fraktionen gefunden. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Leif-Erik Holm ging in seiner Rede von Kosten in Höhe von etwa 15 Millionen Euro jährlich aus.

Dies könnte junge Paare im Land halten und ihnen die Familiengründung erleichtern, sagte er. Das Regierungslager und die Linken lehnten den Vorstoß der größten Oppositionsfraktion gestern einmütig ab.

Danach sollten Eltern, die seit mindestens fünf Jahren in Mecklenburg-Vorpommern leben, nach der Geburt des ersten Kindes einen zinsfreien Kredit von 5000 Euro erhalten. Mit der Geburt des zweiten Kindes sollte nach dem AfD-Vorschlag ein Drittel des Darlehens erlassen werden, mit dem dritten Kind die Rückzahlung komplett entfallen.

Redner der anderen Fraktionen bezeichneten die Idee des Familiendarlehens hingegen als Griff in die Mottenkiste und warfen der AfD vor, nur Deutsche und ein klassisches Familienbild mit Vater, Mutter und Kindern fördern zu wollen. Wichtiger sei Geld für Kitas und Ganztagsschulen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.

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