Kein Durchkommen für Kanu-Touristen

<fettakgl>Die Warnow, die</fettakgl> hier bei Grebbin entspringt, entwickelt sich derzeit zum Problemfluss. Foto: Wolfried Pätzold
Die Warnow, die hier bei Grebbin entspringt, entwickelt sich derzeit zum Problemfluss. Foto: Wolfried Pätzold

svz.de von
27. Juli 2012, 10:21 Uhr

Parchim | Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg teilt mit, dass aufgrund der sommerlichen Temperaturen und zuletzt geringen Niederschläge nun auch der Warnowabschnitt zwischen Groß Görnow und Eickhof im Bereich des Naturschutzgebietes "Durchbruchstal der Warnow und Mildenitz" einen Wasserstand von weniger als 30 cm aufweist, und daher für den Kanutourismus als "nicht befahrbar" gekennzeichnet werden musste. Aktuelle Messungen weisen eine Wassertiefe von 27 cm aus, Tendenz fallend, da in den nächsten Tagen nicht mit größeren Regenmengen zu rechnen ist.

Gemäß einer Freiwilligen Vereinbarung "Naturschutz und Kanusport und -Tourismus im Naturpark Sternberger Seenland und westlichen Teil des Naturparkes Nossentiner/Schwinzer Heide", die zwischen dem StALU Westmecklenburg und Partnern der Region, vor allem Kanuanbietern, 2011 geschlossen wurde, soll eine Befahrung mit Kanus nur erfolgen, wenn ein Wasserstand von mehr als 30 cm an der flachsten Strecke vorhanden ist. Dies gilt für verschiedene, in der Vereinbarung genannte, Abschnitte von Warnow, Mildenitz und Bresenitz und dient dem Schutz von europaweit gefährdeten und geschützten Tierarten, vor allem der Bachmuschel (Unio crassus). Deren Bestände sind in der Warnow in den letzten Jahren gesunken. Dies belegt ein Bericht eines Wissenschaftlers im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) von 2011. Aus diesem Grund war es auch erforderlich, im Juni bereits den Warnowabschnitt von Langen Brütz bis Zaschendorf im Bereich des NSG "Warnowtal bei Karnin" sperren zu lassen. Dort war es trotz der freiwilligen Vereinbarung bei niedrigen Wasserständen immer wieder zu Verstößen gekommen. Erst nachdem Hinweisschilder angebracht und die Öffentlichkeit auf die Ahndung der Verstöße als Ordnungswidrigkeit hingewiesen wurde, blieb das Befahren mit Kanus weitgehend aus.

Befahrbar sind zurzeit mit einem Kanu die Warnowabschnitte zwischen Zaschendorf und Groß Görnow sowie unterhalb von Eickhof Richtung Börzow-Rostock.

Info unter www.sternberger-seenland.de

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen