Transporte abgesagt : Kein Asbestmüll nach MV

Foto: Olaf Malzahn/dapd
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Die umstrittene Entsorgung von 170.000 Tonnen Asbestmüll aus Niedersachsen in MV und Schleswig-Holstein ist endgültig geplatzt. Wie ein Sprecher sagte, deute nun alles auf eine Sanierung der Altlast am Ort hin.

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09. Mai 2012, 08:40 Uhr

Hannover/Schwerin | Die umstrittene Entsorgung von 170 000 Tonnen Asbestmüll aus Niedersachsen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist endgültig geplatzt. Wie ein Sprecher der Stadt Wunstorf gestern sagte, deute nun alles auf eine Sanierung der industriellen Altlast am Ort hin. Die zuständige Region Hannover und das von ihr mit der Entsorgung beauftragte Unternehmen wollen jetzt einen Aufhebungsvertrag prüfen.

Gegen die geplanten Transporte hatte es massiven Widerstand aus den beiden Nordländern gegeben. Nach Anwohnerprotesten lehnten beide Länder die Annahme des Sondermülls ab und untermauerten dies mit einem Rechtsgutachten. Das Verwaltungsgericht Schleswig hatte die Transporte in einem Eilverfahren kürzlich für unrechtmäßig erklärt. Nach ursprünglicher Planung hatte der Transport auf die Deponien in Rondeshagen und Ihlenburg beiderseits der Landesgrenze bei Lübeck bereits im November anlaufen sollen. 8000 Fuhren waren vorgesehen.

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