zur Navigation springen

Badevergnügen an Ostsee und in Binnengewässern ist bisher ungetrübt : Kaum Quallen, sauberes Wasser

vom

Das Badevergnügen in der Ostsee wird in diesem Jahr bislang kaum durch Quallen getrübt. "Im Vergleich zu anderen Jahren haben wir eher wenige Quallen", sagte Prof. Ulrich Sommer vom Leibniz-Institut.

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2011 | 07:52 Uhr

Kiel/Rostock | Das Badevergnügen in der Ostsee wird in diesem Jahr bislang kaum durch Quallen getrübt. "Im Vergleich zu anderen Jahren haben wir eher wenige Quallen", sagte Prof. Ulrich Sommer vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften Kiel. Ihre Zahl könne sich in diesem Jahr aber noch erhöhen. "Die Bedingungen für das Wachstum der Qualle sind günstig", sagte Christina Augustin vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Zuletzt gab es vor zwei Jahren auffällig viele Quallen in der Ostsee.

Feuerquallen, deren Berührung für Menschen sehr schmerzhaft sein kann, tauchen in der Ostsee nur gelegentlich auf. In diesem Jahr wurden noch keine gesichtet. Ob sich die in Nordsee und Kattegatt beheimateten Tiere in der Ostsee vermehren können, wird noch erforscht. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Salzgehalt in der Ostsee für die Feuerquallen zu niedrig ist.

Eine Erklärung für die bislang verhältnismäßig wenigen Quallen sieht Prof. Sommer im Klima. "Es kann sein, dass wir durch den kalten Winter eine geringe Produktion von Larven hatten", sagte er.

Ansonsten gilt: Egal ob Fluss, See oder Meer - der Sprung ins kühle Nass ist unbedenklich. Deutschlandweit erfüllten im vergangenen Jahr 98 Prozent aller Badestellen die EU-Mindestanforderungen zum Schutz der Gesundheit. 79 Prozent bescheinigte die Europäische Umweltagentur (EEA) sogar eine exzellente Wasserqualität. In Mecklenburg-Vorpommern waren dies sogar 81,1 Prozent aller Badestellen. Im Länder-Ranking liegt MV damit dennoch nur auf Rang sieben. Die Spitzenplätze nehmen Sachsen (90,6), Thüringen (89,2) und Brandenburg (85,2) ein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen