Tourismusbilanz 2016 : Kaum ausländische Gäste

Strand in Binz auf Rügen im Sommer 2016 – Zahl der Urlauber steigt von Jahr zu Jahr.
Strand in Binz auf Rügen im Sommer 2016 – Zahl der Urlauber steigt von Jahr zu Jahr.

Dennoch sehr gute Tourismusbilanz für 2016: Mehr als 30 Millionen Übernachtungen bis Silvester wären neuer Rekord

svz.de von
28. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Die Zahl ausländischer Übernachtungsgäste bleibt eine der Schwachstellen der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern.

Zwar konnte von Januar bis September ein Zuwachs von 0,9 Prozent verzeichnet werden, wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern berichtete. Insgesamt wurden in diesen neun Monaten knapp 886000 Übernachtungen von Ausländern gebucht, was einem Anteil von rund 3,5 Prozent bei allen Übernachtungen bedeutete. Im Vergleich zur bundesweiten Statistik klafft hier aber noch eine erhebliche Lücke, hier lag der Anteil im Jahr 2015 bei rund 18 Prozent. „Es gilt weiter, in unseren Zielmärkten zum Beispiel im deutschsprachigen Ausland, wie Österreich und der Schweiz, für Mecklenburg-Vorpommern zu werben.“

Insgesamt zog Glawe zum Abschluss der Jahres eine positive Tourismusbilanz. Die Vorzeichen, dass bis Jahresende mit mehr als 30 Millionen Übernachtungen ein Übernachtungsrekord aufgestellt wird, seien gut, sagte Glawe. Erst 2015 war mit 29,5 Millionen Übernachtungen das bislang beste Ergebnis erzielt worden.

Von Januar bis September waren landesweit 25,4 Millionen Übernachtungen registriert worden, dies bedeutete ein deutliches Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Träger des Wachstums seien insbesondere die Campingplätze, die Hotels sowie die Erholungs- und Ferienheime gewesen. Die Angaben zu den Übernachtungen beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe im Land mit insgesamt mindestens zehn Schlafgelegenheiten.

Nach dem Willen von Glawe muss die Internationalisierung im Tourismus vorangetrieben worden. Einen Teil dazu trage das neu eröffnete Internationale Haus des Tourismus in Rostock bei. Es sei bundesweit das erste Zentrum, in dem die wichtigen touristischen Institutionen und Branchenverbände gemeinsam untergebracht sind. Ein Beispiel für die internationale Profilierung sei das im Rostocker Haus untergebrachte „Ostsee-Tourismuszentrum“ (Baltic Sea Tourism Center).

Wie der Minister weiter berichtete, geben die Touristen jährlich rund 7,75 Milliarden Euro während ihres Aufenthaltes im Nordosten aus.

Etwa jeder sechste Erwerbstätige sei direkt oder indirekt im Tourismus beschäftigt. Eine Herausforderung bleibe die Fachkräftegewinnung und auch -sicherung für Unternehmen.

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