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Kassen geben mehr Geld für Hilfe zur Selbsthilfe

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erstellt am 14.Apr.2013 | 05:25 Uhr

Schwerin | Den 680 Selbsthilfegruppen im Land steht in diesem Jahr mehr Geld zur Unterstützung ihres ehrenamtlichen Engagements zur Verfügung. "Die Ersatzkassen in Mecklenburg-Vorpommern werden ihren finanziellen Beitrag zur Förderung von Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen um 6,3 Prozent auf 196 239,14 Euro erhöhen", so der stellvertretende Leiter des Ersatzkassen-Landesverbandes, Dr. Bernd Grübler. Das sei "gut angelegtes Geld, denn es gibt keinen besseren Weg, als den der Hilfe zur Selbsthilfe".

Im Vorjahr hatten die Ersatzkassen 184 262 Euro in den Topf der kassenübergreifenden Arbeitsgemeinschaft zur Selbsthilfeförderung eingezahlt. Von der AOK-Nordost kamen noch einmal 111 000 Euro dazu. Die größte Krankenkasse im Land stellte außerdem für 101 Selbsthilfeprojekte direkt 125 000 Euro als Förderung zur Verfügung. Schwerpunkte waren die Finanzierung von Fortbildungsveranstaltungen sowie Angebote für Betroffene und deren Angehörige. Gefördert wurde aber unter anderem auch die Entwicklung eines Puppentheaterstücks für Kinder an der Neubrandenburger Sprachheilschule.

"Viele Kranke und ihre Angehörigen engagieren sich in Selbsthilfegruppen und -organisationen, um sich gegenseitig bei der Bewältigung von Krankheiten oder Behinderungen, psychischen oder sozialen Problemen zu unterstützen. Darüber hinaus versuchen Akteure aus der Selbsthilfebewegung auf lokaler Ebene durch kleinere und größere Projekte eine Veränderung der persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in das soziale und politische Umfeld zu bewirken", erklärt AOK-Nordost-Sprecher Matthias Gabriel das Engagement der Kasse.

Für die Selbsthilfekontaktstellen indess ist die Unterstützung durch die Kassen nur ein Mosaikstein. Auch von Rentenversicherung, Land und Kommune gibt es Zuschüsse. Das allerdings bedeutet "einen beträchtlichen jährlichen Antrags- und Abrechnungsaufwand", so die Geschäftsführerin der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen Schwerin (KISS), Sabine Klemm, die zugleich der Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen vorsteht. Reduzieren würde sich dieser Aufwand, "wenn unsere Arbeit endlich institutionell gefördert würde."

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