Hagenower Verarbeitungsunternehmen : Kartoffelwerk startklar für Saison

Schlosser Waldemar Mozler repariert eine Dosierschnecke im  Hagenower Kartoffelverarbeitungswerk.  In wenigen Wochen  läuft die neue Kampagne an. Foto: Hirschmann
Schlosser Waldemar Mozler repariert eine Dosierschnecke im Hagenower Kartoffelverarbeitungswerk. In wenigen Wochen läuft die neue Kampagne an. Foto: Hirschmann

Die Kartoffellager sind leer, die Püreewalzen stehen still und weder Groß- noch Kleinverpackungen verlassen in diesen Tagen das Hagenower Kartoffelveredlungs-Unternehmen MKV. Am 31. Juli laufen die Aggregate wieder an.

svz.de von
18. Juli 2012, 11:39 Uhr

Hagenow | Die Kartoffellager sind leer, die Püreewalzen stehen still und weder Groß- noch Kleinverpackungen verlassen in diesen Tagen das Hagenower Kartoffelveredlungs-Unternehmen MKV. Im Betrieb, der als einer der größten Arbeitgeber in der Stadt 240 Mitarbeiter beschäftigt, haben in der alljährlichen Kampagnepause jetzt die Handwerker das Sagen. Am 31. Juli laufen die Aggregate wieder an.

"In dieser Zeit nehmen unsere Mitarbeiter aus der Produktion jetzt ihren Haupturlaub und wir überholen unsere Anlagen und Maschinen", erzählt Burkhard Müller, einer der Geschäftsführer von MKV und zuständig für die Technik. In der Produktion wird gegenwärtig unter anderem eine neue Kartoffelwäsche eingebaut, und im Kraftwerk erfolgt die Revision.

Geschäftsführung und Mitarbeiter des Hagenower Verarbeitungsunternehmens blicken zum Ende der Kampagne auf ein gutes Ergebnis. "Die Ernte 2011 war sehr gut ausgefallen, und wir haben über 140 000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet. Dabei lag die Produktionsmenge in Hagenow bei rund 30 000 Tonnen.

Das ist ein Ergebnis, das wir bisher so noch nie realisieren konnten. Wir produzieren hier Kartoffelpüreeflocken und Trockenspeisekartoffeln als Ausgangspunkte für unsere weiteren Erzeugnisse", macht Müller deutlich, der zwei Gründe für dieses gute Ergebnis nennt. "Einerseits hatten wir diese gute Kartoffelernte und andererseits engagierten sich alle unsere Mitarbeiter hervorragend für das Unternehmen, dafür gebührt ihnen der Dank der Geschäftsführung", sagt er.

Dabei erfolgte der Verkauf der Erzeugnisse in einem deutlich ungünstigen Umfeld, wie Marketingleiter Michael Greve im Gespräch mit SVZ sagte. "Das Marktumfeld im Lebensmitteleinzelhandel war im vorigen Jahr sehr schwierig, weil sich der Bereich Trockenprodukte rückläufig entwickelte. Trotz allem haben wir in Deutschland in einem rückläufigen Markt im Lebensmitteleinzelhandel die Umsatzzahlen vom Vorjahr erreicht. Bei allen Produkten, also auch im Export und im Industrie geschäft, konnten wir ein Umsatzplus von fünf Prozent realisieren. Damit dokumentieren wir, dass wir am Markt Qualitätsführer sind, weil wir ja unsere Produkte, trotz des guten Angebotes im Wettbewerbsumfeld, an die Verbraucher und die Weiterverarbeiter gebracht haben", erläutert Greve, der zudem darauf aufmerksam macht, dass sich das Industriegeschäft des Unternehmens positiv entwickelt hat.

"Hier kommen die Synergieeffekte zum Tragen, die sich aus der Zusammenarbeit mit der Emsland Group ergeben. Das Unternehmen ist mit ein Gesellschafter bei MKV. Die Emsland Group hat für das Hagenower Unternehmen das Industriegeschäft übernommen. Wir haben uns hier in Hagenow als Spezialist für den Einzelhandel und für Großver braucherprodukte aufgestellt", erläutert Greve weiter. Nach seinen Worten ist ein Schwerpunkt für die kommende Saison die Erschließung von neuen Märkten, u.a. in Westeuropa, wie in Frankreich, Schweden, Dänemark, aber auch in den USA und Kanada.

Entscheidende Voraussetzung für Verarbeitung und Vermarktung ist die gute Qualität des Rohproduktes Kartoffel. Rund 180 Landwirte, die vertragliche Lieferungen mit dem Hagenower Verarbeitungs-Unternehmen vereinbart haben, verkaufen ihr Produkt Kartoffel nach Hagenow. Am Monatsende geht es wieder los, dann rollen wieder die Kartoffeln.

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