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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 18:44 Uhr

Kannte das Opfer die Mörder aus dem Chat?

vom

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2008 | 10:11 Uhr

Greifswald (zvs/dpa) - Zweieinhalb Jahre nach dem brutalen Mord an einer 33-jährigen Tankwartin in Greifswald richtet die Polizei bei der Tätersuche den Blick zunehmend auf Internet-Chats. Die alleinstehende Mutter, die am 28. April 2006 tot im Fluss Ryck gefunden wurde, habe in Internet-Singletreffs und über SMS-Chats Kontakte zu Männern gesucht, sagte der Leiter der Mordkommission Anklam, Ulf Jokiel. "Wir gehen davon aus, dass die Täter ihr späteres Opfer gekannt haben - entweder aus dem Internet oder aus der Tankstelle." Die Polizei geht von mindestens zwei Tätern aus. Es gebe DNA-Spuren, die vermutlich den Tätern zuzuordnen seien.

Am nächsten Mittwoch wird der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" vorgestellt. Die Staatsanwaltschaft will eine Belohnung von 5000 Euro aussetzen, um so wichtige Hinweise zu erhalten.

Die Mutter von zwei Kindern arbeitete in einer Tankstelle in der Nähe eines Einkaufszentrums am Stadtrand von Greifswald und war von dort am 27. April 2006 unter mysteriösen Umständen verschwunden. Um 20.30 Uhr hatte sie den letzten Tankstellenkunden bedient. Als der Sicherheitsdienst um 21.00 Uhr anrückte fehlte von der Frau jede Spur. Ihre Handtasche und das Handy lagen im Tankstellenshop, aus der Kasse fehlten 400 Euro, die Videokamera war weggedreht. Die Tankstelle stand offen. Am nächsten Morgen wurde die Leiche der Frau mit schweren Stichverletzungen rund fünf Kilometer entfernt im Fluss entdeckt. Im Magen der Leiche fanden sich Spuren von K.O.-Tropfen. Als Motive kommen ein Sexual- oder auch Raubdelikt in Betracht.

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