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Mecklenburg-Vorpommern

16. Dezember 2017 | 18:11 Uhr

Rostock : Kampfeswille am Theater

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Betroffenheit über Strukturpläne bei Betriebsversammlung in Rostock

Trotz des Beschlusses der Rostocker Bürgerschaft zu weitreichenden Strukturveränderungen am Volkstheater hat das Ensemble die Hoffnung auf den Erhalt des renommierten Hauses nicht aufgegeben. Die Mitarbeiter seien aber zunächst sehr betroffen, sagte der kaufmännische Geschäftsführer des Volkstheaters, Stefan Rosinski, gestern nach einer Betriebsversammlung. Daran nahmen rund 180 der 270 Theaterbeschäftigten teil. Es gebe ein Zeitfenster bis September, in dem das neue Konzept konkretisiert werden soll. „Dann wird sich zeigen, was davon überhaupt umsetzbar ist.“

Nach dem Willen der Bürgerschaft soll aus dem Vier- ein Zwei-Sparten-Theater werden. Schauspiel und Konzertwesen arbeiten eigenständig, Musik- und Tanztheater sollen mit anderen Bühnen kooperieren. Diese Vorlage könnte zur raschen Schließung der zwei Sparten führen. Fraglich sei auch, ob das Volkstheater in dieser Größe überlebensfähig ist. Nach Angaben Rosinskis würden mehr als 80 der aktuell 270 Stellen abgebaut. Er ging aber gestern nicht davon aus, dass nun rasch viele Mitarbeiter abspringen werden. „Wir haben zwei Spielzeiten mit der vollen Besatzung vor uns.“

Die für morgen angesetzte Premiere der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ werde von den Vorgängen nicht unbeeindruckt bleiben. „Wir werden nicht so tun, als sei nichts“, sagte Rosinski. „Es wird Statements geben.“ Intendant Sewan Latchinian habe in der Versammlung die Mitarbeiter aufgerufen, nicht zu trauern, sondern zu kämpfen. Er selbst werde das Haus nicht abwickeln. Auch der ins Spiel gebrachte Bürgerentscheid sei weiter im Gespräch.

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