Wolfstelemetrieprojekt : Kalisser Wölfe zieht es in die Lübtheener Heide

Das Kalisser Wolfsrudel hat seinen Lebensschwerpunkt in die Lübtheener Heide verlagert.

svz.de von
25. Januar 2018, 21:00 Uhr

Das zeigen nach Informationen des Schweriner Landwirtschaftsministeriums erste Ergebnisse des Telemetrieprojektes, bei dem Wölfe mit Peilsendern ausgerüstet worden sind. Einer davon sei der junge Rüde WR6 „Anton“ aus der Lübtheener Heide gewesen. „Genetische Analysen ergaben, dass er ein Nachkomme des Kalisser Rudels ist“, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch wenn das Rudel seinen Lebensschwerpunkt in die Lübtheener Heide verschoben habe, nutze es trotzdem noch den Großraum Kaliß bis weit nach Brandenburg.

In Mecklenburg-Vorpommern sind im Rahmen des „Wolfstelemetrieprojektes“ bislang sechs Wölfe mit einem Peilsender markiert worden. Als Erster erhielt im Oktober 2015 „Arno“ aus dem Rudel in der Lübtheener Heide ein GPS-Gerät. Er war jedoch im Jahr darauf illegal geschossen worden. Die Ermittlungen dazu laufen noch. 2016 erhielten die Wolfsfähen „Naya“ und „Emma“ aus dem gleichen Rudel ein Sender-Halsband. Im Frühjahr 2017 kam in der Ueckermünder Heide mit „Torben“ ein sehr alter Rüde hinzu. Außerdem konnte – wie „Anton“ im Rahmen des „Wolf-Damwild-Projekt“ – „Janka“, eine Tochter von WR4 „Torben“, besendert werden.

Das Wolfstelemetrieprojekt, an dem unter anderem auch das Forstamt Kaliß und die TU Dresden beteiligt sind, läuft seit 2011. Das Projekt „Wolf-Damwild“ läuft seit 2015 bis 2019. „Beide Projekte sollen den Wissenschaftlern Aufschluss liefern über den charakteristischen Aufenthaltsbereich, über Aktionsradius, Schlafplätze und Nahrungsspektrum der beiden Arten Wolf und Damwild“, so das Ministerium. Künftig sollen in MV weitere Wölfe besendert werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen